So entwickelst du in 5 einfachen Schritten deine Instagram-Strategie

Eine Website ohne Besucher:innen bringt nicht viel.

Wie diese auf deine Website kommen, ist von deinem Marketing abhängig.

Und hier gibt es nicht DIE EINE richtige Lösung für alle.

Deine Marketing Kanäle sollten zu dir und deiner natürlichen Art zu kommunizieren passen und natürlich ist es hilfreich, wenn auch deine Zielgruppe auf diesen Kanälen unterwegs ist, damit du sie erreichst.

Während ich am liebsten über Blog & LinkedIn Traffic generiere, habe ich auch einige Kundinnen, für die Instagram super funktioniert.

Ich selbst bin da nicht so bewandert und habe deshalb die liebe Steffi Müsse gefragt, ob sie uns erklärt, wie man Instagram unaufgeregt und strategisch im Marketing nutzt, sichtbarer wird und in der Konsequenz auch mehr (bessere) Anfragen und Buchungen generiert.

Wir haben beide letzen Sommer beim Online Biz & Blogging Bundle mitgemacht und ich bin seither an ihrem Content dran geblieben. Sie hat eine sehr angenehme Art über Online-Marketing zu sprechen, die vielen (nicht nur introvertierten) Selbständigen zusagt. Weil es so ganz anders ist, als das sonst so laute “ins Gesicht schreien”, dem man online häufig begegnet. Sie lebt es vor, was sie auch anderen beibringt und ich freu mich, sie als Gastautorin auf meinem Blog dabei zu haben.

Bereit?

Dann lass ich jetzt Steffi erzählen:

 

WIe entwickelst du Also deine Instagram-Strategie?

Und jetzt ergreife bitte nicht direkt die Flucht, wenn du das Wort „Strategie“ hörst. Strategie muss keine Wissenschaft sein. Strategie braucht keine eigene Marketing-Abteilung. Strategie ist nicht nur etwas für die „Großen“. Sondern Strategie ist wichtig, sobald du nicht mehr nur privat bei Instagram unterwegs bist.

Ich vergleiche es immer gerne mit der Fahrt in den Urlaub: Du würdest ja wahrscheinlich auch nicht „irgendwas“ in den Koffer werfen und „einfach drauflos“ fahren – und trotzdem hoffen, dass dieser ungeplante Urlaub alle deine hohen Erwartungen erfüllt.

Wenn’s um Instagram geht, höre ich aber genau das immer wieder: „Einfach mal drauflos gepostet“, „Ich poste so irgendwas“ – und „Es kommt nichts dabei rum.“

Deshalb brauchst du eine Strategie. Und das ist wie gesagt keine Raketenwissenschaft. Meine 5 Schritte zu deiner individuellen Instagram-Strategie für dein Business liest du hier:



Schritt 1: Deine Positionierung

Gut möglich, dass du schon zigmal von „Positionierung“ gehört hast. Und vielleicht hast du dich ja sogar schon um deine gekümmert. Sehr gut!

Erlaube mir trotzdem eine Frage: Wie klar bist du denn positioniert? Kommunizierst du wirklich nach außen, was du für wen anbietest?

Oder eierst du da vielleicht noch ein bisschen rum?

Ich frage deshalb, weil ich selbst auch rumgeeiert habe. Sogar eine ganze Zeit lang.

Ich habe mich nicht getraut, mich spitzer zu positionieren, weil ich Angst davor hatte, dass ich dann weniger Anfragen und Kund:innen habe. Als ich mit Menschen in meinem Umfeld darüber gesprochen habe, meinten die auch: „Bleib lieber offen und schließe niemanden aus.“ Nur waren diese Menschen keine Selbstständigen … 

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass die Interessent:innen und ihre Anfragen oft nicht so richtig zu mir und meiner Arbeit passten. Also habe ich irgendwann beschlossen: Ich probiere es jetzt einfach mal aus und kommuniziere ganz offen, mit wem ich arbeiten möchte: mit den eher „stillen“, zurückhaltenden Selbstständigen, die online sichtbar werden möchten – ohne sich zu verbiegen.

Und auf einmal habe ich ganz viele dieser Menschen kennengelernt, habe mit ihnen gearbeitet und werde mittlerweile innerhalb dieser Zielgruppe weiterempfohlen. Ja, ich war selbst ein bisschen überrascht, wie gut das funktioniert hat.

Deshalb meine Ermutigung für dich: Trau dich, eine Zielgruppe für dich zu definieren, mit der du am liebsten arbeiten möchtest. Und trau dich auch, dich auf Leistungen zu beschränken, die du wirklich gerne anbietest. Es wird sich lohnen!

Nach diesem persönlichen Exkurs schnell zurück zum Thema „Instagram“: Was hat deine Positionierung jetzt damit zu tun? – Sie ist deine wichtigste Grundlage. Nur so kannst du deine Bio wirklich auf den Punkt bringen (damit die richtigen Menschen auf „Folgen“ tippen!). Und nur so wirst du deine Zielgruppe mit deinen Posts ansprechen.



Schritt 2 zu deiner Instagram-Strategie: Dein unwiderstehliches Angebot

„Wenn jemand online nicht verkauft, liegt es meistens an den Grundlagen.“ Diesen Satz habe ich vor einiger Zeit in einem Webinar von sehr erfahrenen und erfolgreichen Online-Unternehmerinnen (den Online-Business-Geeks) aufgeschnappt.

Das heißt: Wenn du es nicht schaffst, online Kund:innen zu gewinnen (z. B. mit Instagram, deinem Newsletter oder deiner Website), dann sieh dir deine Grundlagen nochmal an: 1. Deine Positionierung (siehe oben) und 2. dein Angebot.

Du kannst jeden vermeintlichen Instagram-Hack draufhaben und dich noch so gut mit dem Algorithmus verstehen. Aber wenn deine Grundlagen nicht stimmen, dann wirst du mit deinen Posts und Storys keine oder nur sehr wenige Kund:innen gewinnen.

Wenn du deine Positionierung für dich klar hast, dann checke auch dein Angebot: Bietest du etwas an, das deine Zielgruppe wirklich haben möchte? Oder wünschen sie sich am Ende etwas ganz anderes? Und wenn du schon auf der richtigen Spur bist: Wie kannst du dein Angebot noch attraktiver machen, z. B. durch ein Gesamtpaket?

Auch das ist ein wichtiger Teil deiner Strategie.



Schritt 3: Dein Instagram-Plan für den Alltag

Erst jetzt kommen wir wirklich explizit zu Instagram – und zwar zu deinem Content. Alle deine Posts und Storys sollten bestenfalls für dein Ziel arbeiten. Bei den meisten Selbstständigen ist das: Kund:innen gewinnen.

Und das heißt: Du begleitest deine Follower auf ihrem Weg zu deinem Angebot.

Es ist absolut hilfreich, das als Weg zu verstehen, den deine potenziellen Kund:innen gehen. Nicht alle werden diesen Weg bis zum Ende gehen, ein paar werden zwischendurch abbiegen. Aber ein Teil wird schließlich auch vor deiner – digitalen – Ladentür stehen und etwas bei dir kaufen oder in Auftrag geben.

An dieser Stelle darfst du dich fragen: „Was muss meine Zielgruppe wissen, damit sie mein Angebot bucht?“

Es ist zum Beispiel wichtig, dass du ihnen klarmachst, dass du ihre aktuelle Situation mit einer bestimmten Herausforderung verstehst – und dass sie mit dir etwas an dieser Situation ändern oder ein gewünschtes Ziel erreichen können. Durch deinen Content muss ihnen klar werden: Du kannst ihnen helfen oder bist genau der bzw. die Richtige, um etwas für sie zu erarbeiten.  

Dafür kann es hilfreich sein, deinen Content in verschiedene Kategorien einzuteilen: Mit manchen Beiträgen gehst du auf Herausforderungen und / oder Wünsche ein, mit anderen schaffst du Identifikation, weil du etwas Persönliches erzählst – und wiederum andere gehen ganz konkret auf dein Angebot ein.  

Außerdem finde ich es wichtig, dass du eine Frequenz für dich festlegst: Wie oft pro Woche oder pro Monat möchtest du posten? Was ist wirklich realistisch für dich in deinem Alltag und mit der Zeit, die du zur Verfügung hast?

Mach es so verbindlich wie möglich: Lege zum Beispiel bestimmte Tage fest, an denen du posten möchtest. Außerdem kannst du dir schon fest im Kalender blocken, wann du deinen Content vorbereiten möchtest.



Schritt 4 deiner Instagram-Strategie: Deine Verbindung zu deiner Zielgruppe

Eins vorweg, bevor ich es vergesse: Instagram ist zwar ein eher kurzfristiger Marketing-Kanal (z. B. im Vergleich zu einem Blog), du wirst aber trotzdem etwas Geduld brauchen. Wie viel, hängt von den verschiedensten Faktoren ab: wie hochpreisig dein Angebot ist, wie groß deine Zielgruppe ist, wie oft du postest usw.

Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse meiner Kund:innen: Es geht nicht von heute auf morgen.

Das wäre ja auch verrückt, denn wir brauchen Vertrauen, bis wir bereit sind, für etwas Geld auszugeben. Und bestimmt gibt es auch zu deinem Produkt oder deiner Dienstleistung eine Alternative, für die Menschen sich entscheiden können. Gib ihnen deshalb die Chance, dich und deine Arbeit kennenzulernen, sodass du für sie zur ersten Wahl wirst.

Was meint jetzt also „Verbindung“?

Zum einen musst du erstmal ganz praktisch eine Verbindung überhaupt herstellen: Lass dich von deiner Zielgruppe finden. Das gelingt dir zum Beispiel über

·      Themen, die sie wirklich interessieren,

·      Hashtags, die zu deiner Arbeit und deinem Content passen,

·      Interaktion mit Accounts deiner Zielgruppe und / oder mit Accounts, die eine ähnliche Zielgruppe haben wie du.

Zum anderen gilt es anschließend, eine persönliche Verbindung herzustellen. Das heißt nicht, dass du ab sofort jeden Morgen dein Frühstück posten sollst. Es geht mehr darum, dass deine Follower dich ein Stück weit als Mensch kennenlernen dürfen: Was machst du außerhalb deiner Arbeitszeit? Welche Hobbys hast du? Was ist dir bei deiner Arbeit wichtig? Für welche Werte stehst du?

Du zeigst natürlich nur das, was du zeigen möchtest und womit du dich wohlfühlst. Es geht auch nicht darum, dass du plakativ posten musst „Das sind meine Werte“ oder „Meine Hobbys:“. Das sind Dinge, die du zwischendurch locker einstreuen darfst durch Fotos, Videos und Geschichten.



Schritt 5: Dein Mindset ist ein wichtiger Teil deiner Instagram-Strategie

Ich habe mich lange dagegen gewehrt, den Begriff „Mindset“ zu nutzen, weil er so abgelutscht ist. Und manchmal auch in sehr fragwürdigen Zusammenhängen genutzt wird … Aber letztlich geht es doch genau darum: Wie du insgesamt zu Instagram, zu deiner Selbstständigkeit und zu deinem Content stehst.

Bei meinen Kund:innen erlebe ich das quasi jeden Tag: Da sind ganz viele Gedanken dazu, was wohl „die anderen“ denken werden, wenn sie sichtbarer werden. Was die Familie glaubt. Was der Partner sagt. Was Mitbewerber:innen über die vermeintlich banalen Posts sagen könnten …

So, so viele Gedanken, die uns beschützen wollen, aber doch im Weg stehen.

Und ich kenne die selbst auch: Bevor ich selbstständig war, habe ich so gut wie nie ein Foto von mir gepostet. Mal ab und zu ein Landschaftsfoto, ja (ich fotografiere gern). Ein paar Urlaubs-Fotos hier und da. Berge und so. Aber Fotos von mir? Lieber nicht.

Als ich dann selbstständig war, war mir aber klar: Ohne geht’s nicht.

Du darfst mir glauben, dass da hunderte Gedanken in meinem Kopf waren – darüber, was wohl mein Nachbar, meine ehemaligen Kolleginnen, mein Ex-Chef, meine Mutter usw. denken könnten. Was sie über mich reden könnten. Katastrophe! Das hat mich echt gehemmt.

Was ich sehr hilfreich finde, ist die Drittel-Regel: Ein Drittel der Menschen findet dich eh blöd, egal was du machst. Denn die Wahrheit ist ja, dass wir nicht allen gefallen können. Und wenn wir es versuchen, dann sind wir überhaupt nicht mehr greifbar. Das zweite Drittel steht dir neutral gegenüber. Diesen Menschen bist du letztlich einfach egal.

An diesen beiden Dritteln wirst du wenig ändern. Also: Warum solltest du dich auf die konzentrieren?

Konzentriere dich lieber auf das dritte und beste Drittel der Menschen: diejenigen, die dich richtig toll finden. Die sind Fan von dir. Die lieben, was du tust. Und nur diejenigen gehören auch zu deiner Zielgruppe und werden bestenfalls mal zu deinen Kund:innen.

Das sind diejenigen, die deine Hilfe brauchen und sie haben möchten. Deshalb: Denke immer an diese Menschen, bei allem, was du bei Instagram tust. Du suchst die Themen für sie aus, du schreibst für sie, du postest deine Angebote für sie. Sie machen den Unterschied für dich.



Deine Instagram-Strategie ist mehr als „nur“ Content

Du merkst: Zu deiner Instagram-Strategie gehören keine Algorithmus-Hacks und es ist auch nicht zwingend die Frage wichtig, ob du Reels oder Karussell-Posts veröffentlichst.

Es geht darum, deine klare Positionierung und dein attraktives Angebot nach außen zu tragen und als Selbstständige:r sichtbarer zu werden, damit die richtigen Menschen davon angesprochen werden und bei dir kaufen.

Dafür darfst du dir ein bisschen Grundlagenwissen aneignen, z. B. darüber, wie du die einzelnen Formate (Reels, Storys …) ganz konkret nutzt oder wie du Texte schreibst, die wirklich gelesen werden.

Aber du musst nicht zum Marketing-Genie werden. Es reicht, wenn du deine Zielgruppe sehr gut kennst und auf den Punkt bringen kannst, was deine potenziellen Kund:innen davon haben, wenn sie mit dir arbeiten oder etwas bei dir kaufen oder in Auftrag geben.

Deshalb ist mein Ansatz in der Zusammenarbeit mit meinen Kund:innen auch schon immer ganzheitlicher: Bei mir muss niemand in eine Schablone passen oder vor der Kamera tanzen. Es ist viel wichtiger und effektiver, eine individuelle Strategie zu haben, die zu deinem Business, deiner Persönlichkeit und deinem Alltag passt.

Und doch ist Content auch Teil der Instagram-Strategie

Deshalb hier noch ein Bonbon für dich: Ein Content-Planer für 2024 inklusive Mini-Kurs “Klau dir meinen Content-Workflow”

Weg von unregelmäßigen Posts, die nichts bringen - hin zu einem vollen Content-Plan, der deine Zielgruppe begeistert - und deine Follower zu Kund:innen werden lässt. Im Mini-Kurs bekommst du zudem 3 Videos à 10 Minuten, in denen ich dir zeige, wie ich immer wieder Themen finde, die meine Zielgruppe wirklich interessieren (inklusive einer Abkürzung), wie ich den Content-Planer nutze, um sie weiter auszufeilen - und wie ich schließlich meine Posts so einplane, dass sie automatisiert veröffentlicht werden. Greif zu!

Viel Erfolg mit meinen Tipps!

Was ist das Wichtigste, das du aus diesem Artikel für dich mitgenommen hast? Schreibe es gerne in die Kommentare!


Steffi findest du hier:

www.nachtsum2.de

Instagram: @steffimuesse https://www.instagram.com/steffimuesse/

LinkedIn: Steffi Müsse https://www.linkedin.com/in/steffi-muesse/

 

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