3 Ergebnisse, 3 Gedankenwolken und 3 Dinge, für die ich dankbar bin - im Februar

Es ist der letzte Tag im Februar 2022. Die ursprüngliche Sammlung für diesen Monatsrückblick hätte ich beinahe in die Tonne gekickt.

Gar nichts schreiben?

Nein. 

Ich muss schreiben. Ich will schreiben.

Die Reaktionen auf meinen ersten Artikel “3x3 des Monats” waren richtig schön. Und mir hat es auch Spaß gemacht, darüber zu schreiben. Deshalb habe ich mich total gefreut den zweiten Monat des Jahres abzuschließen und meine 3 Ergebnisse, 3 Erlebnisse und 3 Dinge, für dich ich dankbar bin, mit dir zu teilen.

Aber im Laufe des Monats dachte ich nur: OMG! Was soll ich da überhaupt schreiben. Es läuft mal so gar nichts nach Plan. Und gerade heute, bzw. seit dem letzten Donnerstag, erst recht.

Gestern Abend habe ich deshalb einen komplett anderen Artikel geschrieben.

Heute denke ich, dass das nicht ganz richtig ist.

Der Februar besteht nicht nur aus den letzten fünf Tagen. Und wenn ich nur die heutige Stimmung einfangen würde, wäre das kein Monats-, sondern ein Tages- oder maximal ein Wochenrückblick. So ist dieses Format aber nicht gedacht.

Deshalb findest du hier eine Mischung aus meinen ursprünglichen Notizen und den Gedanken der letzten Tage. Das Format minimal geändert, statt 3 Erlebnissen, gibt’s 3 Gedankenwolken, die mich gerade begleiten.


3 Ergebnisse

*** die neue Website

Morgen gehen wir offiziell online, aber eine kleine Kostprobe kann ich hier schon mal zeigen.

Der Gründer von VOQUS, Bernie Steiner, hat eine Website gesehen, die ich für Elisabeth Ebert letztes Jahr gemacht habe und war so inspiriert, dass er beschlossen hat einfach mal mit mir zu sprechen.

Nach längerer Bedenkzeit hat er sich für eine Lösung mit mir entschieden und ich freu mich sehr, wie super das alles geklappt hat.

Am Ende war’s ein ganz schöner Sprint, weil bei uns beiden so einiges los war diesen Monat, aber in enger Abstimmung und in guter Teamarbeit, ist seine nagelneue Website ready to rock the internet!

Das besondere hier war, dass Bernie wirklich Squarespace und das Backend seiner Website lernen wollte und deshalb aktiv mitgearbeitet hat, damit er seine Seite am Ende auch komplett selbstständig verwalten kann. Mehr zu diesem Projekt gibt’s demnächst auf meinem Blog.


*** Meilensteine im & am Business

  • zwei neue Website-Projekte reinbekommen

  • zum ersten mal als Gast in einen Podcast eigeladen

  • Weitere Chimpify Website zu meinem Portfolio hinzugefügt, aber jetzt zum ersten mal als Blogartikel. Das gefällt mir besser als vorher.

  • Die Beschreibung für die nächste Version meines Gruppenprogramms fertig gestellt! Website Werkstatt für Selbstständige, die Begleitung und Feedback brauchen und nicht noch einen Selbstlernkurs - so der aktuelle Name für dieses Angebot.

  • Alle meine Kontakte in eine Liste zusammengetragen und angefangen nach und nach mit jedem einzeln zu schreiben oder zu telefonieren: Feedback einholen, nachfragen, ob sie jemanden kennen, für den die Website Werkstatt interessant ist. Das ist aufwendig, manchmal richtig schön, aber größtenteils auch frustrierend und demotivierend. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es auf lange Sicht richtig und wichtig ist, genau dafür die Zeit zu investieren.


***das erfolgreiche Verkaufsgespräch

Die Elisabeth hatte ich ja oben schon erwähnt und sie hat auch zu dieser Erfahrung beigetragen :-) Danke dafür!

Und zwar ist sie eine der neun Coaches von Die Wilde 11 - ein Team, das neue Lösungen bietet, um effektive Teamarbeit in Unternehmen zu verankern.

Das ganze Team durfte ich diesen Monat kennen lernen. Mit dabei übrigens auch die Luzia Küchler, deren Website ich ganz am Anfang meiner Selbstständigkeit designed hatte.

In einem sehr offenen Gespräch haben wir uns über ihre geplante Website ausgetauscht. Das Team hat sich eine einfache Landigpage vorgestellt, auf der man ihre einzelnen Profile und Kontaktdaten findet und einen kurzen Überblick, was das Team macht und anbietet. So weit, so gut. Legitim und verständlich.

Ich habe dann ein bisschen tiefer gebohrt und ein paar Fragen gestellt. Ich wollte wirklich verstehen, was das Team von dieser Landingpage erwartet. Welches Problem sie mit ihrer Landingpage lösen wollen. Was sie damit erreichen wollen. Und zwar ganz konkret.

Das mache ich in jedem Gespräch. Ich möchte verstehen, was diese Website für dich und deine Besucher:innen machen soll. Denn nur dann, kann ich dir Lösungen anbieten und nur dann, kannst du für dich den Wert dieser Website bestimmen.

Du wirst nämlich Zeit und Geld investieren und ich möchte, dass du genau verstehst wofür. Dann kannst du es hinterher auch nachvollziehen und bewerten, ob die Website das macht, was du dir von ihr versprichst.

Ich fand den Austausch mit der Wilden 11 sehr inspirierend und wertschätzend. Ich bin mit einem sehr guten Gefühl da rausgegangen, weil ich wusste, dass ich alles reingegeben habe, was für ihre Entscheidung wichtig war.

Und was denkst du haben sie gesagt?

Sie haben sich entscheiden keine Website machen zu lassen:

Hey Katja, das Team hat sich entschieden vorerst auf eine Website/Landingpage zu verzichten. Würden wir eine erstellen, hättest du den Auftrag bekommen, du hast alle voll überzeugt. Und kannst auch mit unserer Weiterempfehlung rechnen.

Und ich freue mich über ihre Entscheidung.

Auch wenn ich keinen Auftrag bekommen habe. Ich weiß einfach, dass es für mich langfristig die richtigere Strategie ist, als das “Verkaufen um jeden Preis”.

(Zu diesem Thema hat Anne Häusler, eine Online-Marketing Expertin, die ich sehr schätze, eine sehr persönliche und hörenswerte Podcast-Folge veröffentlicht: Liebes Online-Marketing, so geht es nicht weiter!)


3 Gedankenwolken

*** die Welt und meine Welt

  • Fühlt sich total seltsam an. Die bisherigen Notizen für diesen Artikel zu lesen. Sie sind aus einer anderen Welt. Es war ein anstrengender Monat. Aber seit dem letzten Donnerstag scheint alles irgendwie banal & irrelevant. 

  • Meine Kinder haben gestern zwei Stunden lang mit der Nachbar‘s Katze im Garten gespielt. Bis ich sie wieder verscheucht hab, damit die Kids zum Essen reinkommen. 

Ein Riesendrama! 

Sie weinen und schreien: „Das ist so fies! Wir wollen eine Katze, Mama!!!“

Ich bin traurig. Und ich höre mich leise sagen:

„Wisst ihr, was ich will? Dass kein Krieg ist…“ - ich merke wie ich die ganze Zeit schon gedanklich in diesem Thema versunken war.

„Was ist ein Krieg?“

„Ein Krieg ist, wenn Menschen sinnlos aufeinander schießen. Und Kinder sich in Kellern und U-Bahn Stationen verstecken müssen, während ihre Häuser zerbombt werden“ - Ich bin so traurig.

  • Das Virus, von dem unsere ganze Familie gerade betroffen ist, hat nach zwei Jahren Ominipräsenz in den Medien, kaum Sendezeit mehr.

*** Machtlosigkeit & Verzweiflung

  • Die Diskussionen um mich rum sind heftig, aber in einem Punkt sind sich alle einig: diesen Krieg darf es nicht geben! Nur: wer kann was dagegen tun?

  • Wie kann es - nach all den grausamen Geschichten, die wir als Menschheit hinter uns haben - noch Menschen geben, die an den Krieg als Lösung glauben? Alle leiden. Alles leidet. Über Generationen hinweg. Eine Ewigkeit.

  • “Stoppt diesen Krieg!” - Kinder

*** Hoffnung & Taten

  • Es wird wieder Frieden geben.

  • Menschen überall auf der Welt gehen auf die Straßen. Hacker legen Regierungswebsites & -systeme lahm. Unternehmen starten Hilfsaktionen für Opfer des Krieges. Unterschiedlichste Hilfsorganisationen schließen sich zusammen. Es gibt Hoffnung.

  • Was kann ich tun?

    Auf die Straßen gehen. Für den Frieden. Sobald ich wieder fit bin, mach ich das wohl auch. Auch wenn es wie eine Kleinigkeit scheint, im Vergleich zu dem eigentlichen Problem, so gibt es doch Hoffnung für eine friedliche Zukunft.

    Spenden. Ich habe mir die Vostok SOS ausgesucht, eine Organisation, die vor Ort humanitäre & psychologische Hilfe leistet

    Weitere lokale Möglichkeiten zu helfen, ergeben sich von alleine, wenn man offen dafür ist.


3 Dinge, für dich dankbar bin

Caro und Katja zu Studienzeiten - schöne Erinnerungen

*** die tiefe Freundschaft und gemeinsame Erinnerung

17:07 stand da. Siebzehn Minuten und sieben Sekunden. Die längste Sprachnachricht, die ich jemals bekommen hab.

“Hättet auch telefonieren können!”

Hätten wir eben nicht! Wir Mamis mit unterschiedlichem Tagesrhythmus und tausend Verpflichtungen können eben nicht immer einfach mal telefonieren.

Gut, dass es Sprachnachrichten gibt. Sie geben uns die Möglichkeit, genau dann Dinge zu sagen, wenn sie uns gerade auf dem Herzen liegen. Und dann, wenn wir die Zeit haben zu reden.

Diese eine besagte Nachricht war wunderschön. Unzensiert.

Fast wie telefonieren.

Das besondere darin: eine gemeinsame Erinnerung.

Sonntagabend. Unsere WG in der Bärenstraße 11. Chris - unser dritter Mitbewohner - kam erst viel später am Abend oder erst Montag früh. Caro und ich sind früher angereist. Vielleicht mit der Absicht noch was zu lernen, bevor es am Montag wieder mit den Vorlesungen losging. Da saßen wir dann zu zweit in der Küche oder auf der Veranda und haben bis in die Puppen gequatscht. Unzensiert. Ungeniert. Zum Lachen, zum Weinen und Belangloses.

Dankbar für diese schöne Erinnerung, für diese schöne Zeit, die wir geteilt haben und unendlich dankbar für diese tiefe Freundschaft. Danke Caro, ich hab dich lieb :-)


*** die tibetische energetische Rückenmassage

War das eine schöne Erfahrung. Ganz anders, als die Massagen, die ich bisher gekannt habe. Die tibetische Energiemassage ist eine ganz sanfte Massagetechnik und wird auch “die Kunst der achtsamen Berührung” genannt.

Und genauso, wie es sich anhört, ist es auch. Die leichte Berührung in Kombination mit der Musik, war eher wie eine Mediation. Sehr sehr angenehm. Und ich konnte in dieser Nacht wunderbar schlafen. Vielen Dank an die liebe Angela für diese neue Erfahrung.


*** die Orchidee auf dem Fensterbrett

Ich liebe sie blühen zu sehen.

Vor nem Jahr, oder zwei hat Tony die halb verwelkte Orchidee nach Hause gebracht. Sie war aussortierte Ware und sollte auf den Müll.

Ich dachte nur, das arme Ding wird doch bei uns nicht überleben. Ich habe keinen grünen Daumen und früher oder später sterben bei mir alle Pflanzen. So eine empfindliche Orchidee kann ich doch nicht aufziehen.

Aber sie lebt und blüht prächtig. Auf dem Fensterbrett in der Küche bekommt sie wohl alles, was ihr Herz begehrt und ich freue mich jeden Tag sie blühen zu sehen.

Dankbar für die Blumen. Dankbar, dass sie bei uns wächst und gedeiht.


Und jetzt du! Wie war dein Februar?

Hast du erreicht, was du dir vorgenommen hattest? Hast du etwas cooles, schönes, lustiges, berührendes erlebt? Und für was, bist du dankbar?

Lass es mich wissen. Ich freue mich sehr von dir zu lesen. Verlinke hier deinen Blog-Artikel und lass uns alle daran teilhaben :-)

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