Was sind Cookies?
Cookies sind kleine Dateien, die von allen Internetseiten erzeugt und auf deinem Gerät gespeichert werden, sobald du eine Seite besuchst. Die Cookies werden je nach Einstellung deines Browsers unterschiedlich lang gespeichert und du kannst sie selbst aus dem Browser-Speicher (Cache) löschen.
Sobald die Cookies auf deinem Gerät gesetzt sind, werden Nutzerdaten verschlüsselt auf Servern gespeichert und diejenige Website, die sie gesetzt hat, wird nutzerfreundlicher, weil sie zum Beispiel deine Spracheinstellung kennt, deinen Login oder deinen Warenkorb speichert.
Du als Nutzer kannst die Wirkung der Cookies sehr gut spüren, wenn du mal alle Cookies löschst und dann deine üblichen Seiten besuchst: Weil die Webseiten nicht mehr “erkennen”, wer die Seite gerade besucht (weil deren Cookies ja weg sind), wirst du dich zum Beispiel neu anmelden müssen.
Ich finde dieses Video, das Cookies kinderfreundlich erklärt, ziemlich einleuchtend.
Welche Daten sammeln Cookies?
Du kannst dir das folgendermaßen vorstellen: Sobald du eine Internetseite aufrufst, wird im Browser auf deinem Computer ein neuer Cookie angelegt. Solange er auf deinem Gerät gespeichert ist, sammeln sich darin Informationen, die der Webseite erlauben, dich zu “erkennen”. Das sind typische Daten, die von Cookies gesammelt werden:
Eine zufällig generierte einzigartige Nummer, die deinen Rechner identifiziert. So liegen zum Beispiel bei deinem nächsten Besuch eines Online Shops noch die Waren vom letzten mal im Warenkorb
Daten, wie Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, die du selbst in Formularen auf Webseiten eingibst.
Suchbegriffe, die du in Suchmasken eingibst
Die Dauer, die du auf der Website und auf den einzelnen Unterseiten verweilst.
Es gibt im Prinzip drei Arten von Cookies:
Solche die bestimmte Funktionen auf der Webseite ermöglichen und das Benutzen der Seite vereinfachen
Solche, die dem Webseitenbetreiber ermöglichen Statistiken zu erstellen, weil er zum Beispiel sehen kann, wie lange Nutzer auf welchen Seiten verweilen, oder wie Besucher überhaupt auf die Seite gelangen (über Suchmaschinen? Direkt? Über Facebook?)
Solche, die dein Nutzerverhalten analysieren, um das Marketing danach auszurichten. Dann bekommst du Werbung angezeigt, die deinem Profil entspricht.
Warum solltest du dich mit Cookies auseinandersetzten?
Als Selbstständige und Betreiber einer Website kommen wir um das Thema Datenschutz nicht herum. Und weil Cookies nun mal Daten von Benutzer:innen deiner Website sammeln, sind die automatisch ein Teil davon.
Deine Website setzt Cookies. Alle Tools, die du zusätzlich benutzt, setzten auch Cookies. Nach der aktuellen (Juni 2021) Rechtsprechung ist es so, dass die Benutzer:innen:
darüber informiert werden müssen, welche Cookies überhaupt gesetzt werden und
sie müssen die Möglichkeit haben, das Setzten von Cookies abzulehnen
Und genau für diese zwei Punkte gibt es den so genannten Cookie Banner. Darüber schreibe ich aber einen separaten Artikel. Hier wollte ich nämlich wirklich nur kurz und knackig zeigen, warum dich als Website Betreiber dieses Thema interessieren sollte.
Ich mache hier natürlich keine Rechtsberatung. Mir geht’s darum, dass du’s einfach auf dem Schirm hast, weil es nun mal ein Teil deiner Website und auch ein Teil deiner Selbstständigkeit ist. Und lass dich davon nicht verrückt machen. Es gibt so viele Menschen, die das hinbekommen und du kannst es auch.
Hilfreiche Infos dazu findest du auf dem Blog von Dr. Thomas Schwenke. Ich finde außerdem das Webinar von Alex Goldberg von PRIVE zu diesem Thema sehr übersichtlich.
Fazit
Cookies sind ein zweischneidiges Schwert: einerseits machen sie das Surfen im Internet komfortabler, aber gleichzeitig gibst du den Unternehmen die Chance dein Verhalten im Netz zu analysieren, Nutzerprofile zu erstellen, um damit auf dich zugeschnittene Werbung zu platzieren und dich so zum Konsum zu animieren.
Es schadet nicht, die Cookies regelmäßig zu löschen. Damit geht die Nutzerfreundlichkeit zwar immer wieder verloren und das Surfen im Netz fühlt sich mühsamer an, aber dafür wirst du für den Umgang mit deinen Daten sensibilisiert und kannst bewusster mit dem ganzen Thema umgehen.
Als Webseiten Betreiber kommen wir an diesem Thema gar nicht vorbei. Auch wenn du selbst gar nicht an diesen Daten interessiert bist (wobei die Analyse der Website Besucher dir ja auch helfen kann, dich zu verbessern), sammeln die Tools die du nutzt trotzdem Daten: Die Plattform wo deine Website gehostet wird, das E-Mail-Marketing Tool, der Shop, dein E-Mail-Provider, das Terminbuchungssystem usw. - deshalb solltest du deiner Besucher:innen in der Datenschutzerklärung über alles informieren und mit dem Cookie Banner die Möglichkeit geben, das Setzen von nicht funktionalen Cookies abzulehnen.
_____
Willst du auf dem Laufenden bleiben und informiert werden, wenn ich weitere Artikel veröffentliche?
Trage dich hier gerne in meine E-Mail-Liste ein, um einmal im Monat praktische Tipps oder wertvolle Impulse zu deinem Business und deiner Website zu erhalten.