Wo du lebst, was du arbeitest und mit wem du eine Beziehung eingehst, sind die 3 wichtigsten Entscheidungen im Leben.
So ähnlich habe ich das gelesen.
Im Buch The Almanack of Naval Ravikant von Eric Jorgenson. (Absolute Empfehlung!)
Und war total geflasht, wie sehr ich das fühle.
Wie einfach er es ausgedrückt hat.
Wie wahr das ist.
Alle drei Bereiche haben eine große Auswirkung darauf, wie ich meine Bestimmung leben kann. Alle drei Bereiche beeinflussen sich gegenseitig und auch das, was ich bewirken kann.
Deshalb wollte ich den Blogartikel in diese drei Bereiche aufteilen, es schien einfach, meine Gedanken auf diese Weise zu sortieren.
Also in etwa so:
Was will ich bewirken …
in meinem Leben und im Leben meiner Lieblingsmenschen?
dort wo ich wohne: in der Gemeinde, in unserer Region, vielleicht sogar im Land?
in meinem beruflichen Umfeld, durch meine Arbeit?
Aber als ich anfing die Kapitel zu füllen, merkte ich: Das wird zu deutlich zu viel! Und es wird zu persönlich.
Also gibt’s „nur“ den beruflichen Teil. Gespickt mit ein paar persönlichen Zeilen.
Enjoy!
Aber bevor ich darüber nachdenken konnte, was ich bewirken will, musste ich mir das Thema Bestimmung nochmal genauer anschauen.
Das erste was mir zu diesem Thema einfiel, war das Buch “Die 7 Wege zur Effektivität” von Stephen R. Covey*.
Das habe ich bestimmt vor 10-12 Jahren gelesen und es ist immer noch mein Lieblingsbuch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Damals habe ich zum ersten mal angefangen, vom Ende her auf mein Leben zu schauen.
Diese Perspektive ist unglaublich kraftvoll.
Sie hat mir ermöglicht,
keine Zeit mehr beim Fernsehen zu vergeuden (Im Sterbebett, werde ich sicher nicht auf mein Leben zurückschauen und denken: “Mensch, hätte ich doch mehr fern geschaut!”, sicher nicht!) und stattdessen die Zeit in Dinge zu investieren, die mir wirklich wichtig sind.
das Bügeln sein zu lassen 😄
das Rauchen aufzuhören (zusammen mit diesem berühmten Buch*)
mich - zum Glück - doch für Kinder zu entscheiden (Obwohl ich immer dachte, ich werde niemals Kinder haben, weil ich das einfach nicht will und nicht bin, …)
keinen Alkohol mehr zu trinken (Alkohol war zwar noch nie wirklich meins, aber seit Anfang 2020 trinke ich gar keinen Alkohol mehr und find’s geil ohne!)
Ich glaube es ist sehr hilfreich rauszuzoomen und vom Ende her zu schauen, um zu sehen, was mir wirklich wichtig ist und wofür ich antreten will. Was meinst du?
Als zweites habe ich meine eigenen Notizbücher gewälzt von denen ich in den letzten paar Jahren einige angesammelt habe:
Das war auch sehr spannend zu lesen, was ich vor Jahren geschrieben habe. Wie schnell die 5 Jahre wirklich vergangen sind, seit meinem ersten Versuch einen “5-Jahres-Plan” aufzuschreiben. Wie vieles sich immer wieder wiederholt und was ich noch immer nicht realisiert habe…
Jedenfalls habe ich mir ein paar Gedanken notiert auf die Frage:
Wie findet man eigentlich die eigene Bestimmung?
Ich glaube, wir können unsere Bestimmung finden und leben, in dem wir uns immer wieder fragen: “Was ist mir wichtig?” und dann Zeit dafür nehmen, es auch wirklich zu tun.
That’s it.
Wenn du es konkreter haben willst, hier ist meine unvollständige und nicht hierarchisch angeordnete Liste, was mir bisher geholfen hat, mich meiner Bestimmung anzunähern:
Lesen, lesen, lesen
Eigene Bedürfnisse ernst nehmen und für mich selbst sorgen
Zurückgeben
Dankbarkeit praktizieren: zum Beispiel durch’s Schreiben meiner 3x3 des Monats, dann registrierst du automatisch Dinge, für die du dankbar bist.
Der Freude folgen
Eine positive Wachstumsmentalität entwickeln: sie erlaubt konstruktive Kritik anzunehmen, Möglichkeiten zu sehen und zu ergreifen, Herausforderungen zu überwinden, durchzuhalten, wenn es mal nicht so läuft, …
Teil einer Gemeinschaft sein
Sich inspirieren lassen und bewusst Zeit mit Menschen verbringen, die mich inspirieren
So viel zum kurzen Exkurs, wie ich überhaupt bis hierher gekommen bin.
Und jetzt ran an’s Eingemachte:
Was will ich durch meine Arbeit als Webdesignerin bewirken?
Wie ich zum Webdesign gekommen bin, habe ich schon in mehreren Podcasts erzählt: zum Beispiel hier im Freelancer Podcast. Und auch in meinem legendären Jahresrückblick 2020 aufgeschrieben, den ich - wie diesen Blogartikel auch - Judith Peters zu verdanken habe.
In meiner Selbständigkeit als Webdesignerin, habe ich wirklich das Gefühl etwas Wichtiges bewirken zu können. Die Arbeit mit Websites vereint einfach so viel von dem, was ich gut kann, was ich liebe, was die Welt braucht und wofür Menschen bereit sind Geld auszugeben. (👉🏼 Ikigai)
In einem Live auf Facebook habe ich schon mal im Oktober 2020 darüber gesprochen. Und ich bin selbst überrascht, wie das was ich damals spontan aufgenommen habe. Immer noch (zum Großteil) für mich und meine Selbständigkeit stimmt.
Hier kommen 6 Punkte, wie ich als Webdesignerin etwas Positives bewirken kann:
Ich möchte, dass der erste Eindruck stimmig ist
Eine Website ist nicht unbedingt der erste Kontaktpunkt zwischen dir und deinen Kundinnen, aber der erste Eindruck, der auf der Website entsteht, sollte einfach stimmig sein.
Mit stimmig meine ich, dass ich die Person hinter der Website so wahrnehme, wie sie “im echten Leben” ist. Der Bildschirm ist eine Barriere. Menschen, die im Internet nach Lösungen suchen, sitzen gerade alleine vor Ihren Bildschirmen.
Es ist was ganz anderes, als beim Bäcker reinzulaufen und diesen herrlichen Duft von frisch gebackenem Brot zu riechen und von der Verkäuferin freundlich begrüßt zu werden.
Was ich mit meiner Arbeit bewirken will, ist dass man dich und deine Arbeit auf den ersten Blick spürt und auf deine Fähigkeiten vertraut.
ich möchte, dass du Online Sichtbar bist
Vielleicht ist es weil wir selber so ein Geschäft haben oder einfach nur weil ich finde, dass lokale, kleine Geschäfte unglaubliches leisten, aus Leidenschaft ihre Arbeit tun und unbedingt erfolgreich sein müssen, denn sie bereichern unser aller Leben.
Deshalb liegen mir besonders diese Selbständigkeiten am Herzen: zum Beispiel diese urige, wunderschöne Nähscheune von Marika und Simon Lauchs, oder die Pilates Trainerin Steffi Bothor, meine Freundin und talentierte Familien-Fotografin Sabine Gresbach oder die freiberufliche Übersetzerin Iris Heldensen.
Sie alle bewirken mit ihrer Arbeit etwas ganz Besonderes und haben es verdient, mehr als verdient, dass man sie online findet und dass man sie bucht.
Mit meiner Arbeit möchte ich ihnen helfen, ihre Websites strategisch zu planen und einfach und schnell umzusetzten, damit sie ihre Wirkung entfalten können und ihren Kunden und Kundinnen dienen.
Ich möchte, dass deine Kundschaft dir vertraut
Ein einheitliches Erscheinungsbild, aufgeräumtes und klares Design, durchdachte Struktur und Aufbau der Website - das sind alles Dinge, die auf das Vertrauenskonto einzahlen:
Feedback von Iris Heldensen, ein paar Monate nachdem ihre Website online ging 🥰
Ich möchte, dass deine Besucher sich wohlfühlen und gut zurechtfinden
Wie in einer gut sortierten Boutique sollen deine Besucherinnen und Besucher sich intuitiv orientieren können. Wenn sie sich wohl fühlen, schnell finden, wonach sie suchen und gerne die Inhalte konsumieren - dann haben wir alles richtig gemacht und deine Website wird dir Freude und Kunden bringen.
Das ist, was ich mit meiner Arbeit als Webdesignerin so liebe: Mir dein Geschäft, deine Kundschaft und deren speziellen Bedürfnisse und Anforderungen anzuschauen. Und daraus abzuleiten, wie die Navigation aussehen kann, welche Inhalte nötig sind und wie man sie nutzerfreundlich präsentiert (Stichwort: Content Design).
Ich möchte dich und dein Geschäft wachsen und gedeihen sehen
Das ist wohl die offensichtlichste Wirkung, die ich als Webdesignerin auf meine Kunden und ihre Selbständigkeit haben kann. Ich will Websites gestalten, die dir dienen und dein Geschäft vergrößern. Geht eigentlich mit Punkt eins einher, weil ich diese ganzen kleinen und großen Selbständigkeiten und Unternehmen nicht missen will.
Ich will zurückgeben
… an Projekte und Initiativen spenden oder mich engagieren für Themen, die ich wichtig finde. Aktuelle spende ich regelmäßig an BUND e.V. , sammle Müll, wenn ich spazieren gehe und will als Nächstes unbedingt etwas zum Projekt The Ocean Cleanup beitragen. Die Geschichte vom Erfinder Boyan Slat fidne ich unglaublich inspirierend.
Hmmm 🤔… zum Schluss möchte ich doch noch was zu den Kindern sagen:
Ich möchte unabhängige, gesunde, glückliche und mutige Kinder erziehen.
Eltern zu sein und Kinder zu erziehen ist der herausforderndste Job überhaupt. Weil wir uns entschieden haben, Kinder zu bekommen, tragen wir auch einen Teil zur Entwicklung der gesamten Menschheit bei. Ist das nicht krass?
Ich möchte versuchen unabhängige, gesunde, glückliche und mutige Kinder zu erziehen.
Ganz ehrlich, ich finde es ziemlich schwer zu unterscheiden, was ist “bewirken” und was ist “erreichen”. Aber wenn ich jetzt anfange noch darüber zu philosophieren, werde ich nie fertig. 😅 Daher hier meine wichtigsten Gedanken dazu, meine Prämisse so zu sagen:
Wir als Eltern können im Leben unserer Kinder wirken, in dem wir
vor allem ein gutes Beispiel für sie sind. Denn vor allem am Anfang sind wir alles für sie und sie modellieren uns und unser Verhalten. Wir als Eltern sind für unsere Kinder DAS, was für unsere Kinder MENSCH-SEIN bedeutet. Wie wir reden, wie wir Entscheidungen treffen, ob wir zu unserem Wort stehen, wie wir unsere Zeit verbringen, wie wir als Paar miteinander umgehen, …
ein sicheres, gesundes und mit Liebe erfülltes Umfeld schaffen, in dem sie sich entfalten können.
Ihnen wichtige Prinzipien beibringen, damit sie selbst durchs Leben steuern können.
Unsere größte Verantwortung als Eltern ist es gute Menschen zu sein und ein großartiges Leben zu leben.
“While we are trying to teach our children all about life, our children teach us what life is all about”
- unbekannt
The End
“Was willst du bewirken?” Mit dieser Frage starteten wir in die #blogyourpurpose Challenge von Judith Peters. Unter ihrem Blogartikel findest du noch mehr von solchen coolen Beiträgen. Lass dich inspirieren!
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