Mein Jahresrückblick 2020: Der Weg in ein Leben, von dem ich keinen Urlaub brauche

Vom Wochenende zum Wochenende. Vom Urlaub zum Urlaub. Ernsthaft? Soll es das gewesen sein? Habe ich mein bisheriges Leben darauf hingearbeitet?

Was ist mit den fünf Tagen zwischen den Wochenenden? Oder mit den 220 Tagen pro Jahr, an denen ich nicht im Wochenende und nicht im Urlaub bin?

Diese Fragen treiben mich um, seit ich vor ca. vier Jahren vorübergehend aus diesem berühmten „Nine-to-Five“ ausgestiegen bin. Und sind wir mal ehrlich, das war eher so ein „Seven-to-Seven“.

Keine Sorge, das wird kein 4-Jahre-Rückblick. Es ist nur so, dass dort der Ursprung von vielem liegt, was ich 2020 letztendlich tatsächlich in mein Leben geholt habe.

Ausgelöst durch eine Sehnsucht - irgendwie unterschwellig und immer präsent - fing an alles Mögliche auszuprobieren und zu reflektieren, wie sich das anfühlte. War das erfüllend, bereitete es Freude, wollte ich mehr davon?

Was genau ich suchte, wusste ich gar nicht. Aber in 2020 hat sich ein immer konkreteres Bild abgezeichnet, wie mein Leben aussehen soll, von dem ich keinen Urlaub brauche.

In diesem Blogartikel habe ich die Geschichten und Lektionen festgehalten. Über besondere Menschen. Über TO DOs und NOT TO DOs. Und über den Weg zum Ziel. Alles da, um mich zu erinnern. Um die Entwicklung zu beobachten. Um diesen Zauber des Anfangs festzuhalten und vielleicht eine Inspiration zu sein.

Enjoy.


Wie sieht es also aus? Dieses Leben, von dem ich keinen Urlaub brauche…

Um das herausfinden, habe ich viel nachgedacht, viel aufgeschrieben, darüber geredet und mich selbst beobachtet.

Folgende Tools haben mir dabei sehr geholfen:

  • das Arbeitsbuch „Finde dein Warum“ von Simon Sinek

  • ein Programm von Jon & Missy Butcher, das sich Lifebook nennt

  • der Persönlichkeitstest: 16Personalities

Eine Seite aus meinem Lifebook.-Das-macht-mich-glücklich.jpg
Lifebook. Was mir sonst noch wichtig ist
Lifebook. Meine Werte

Was ich also bisher herausgefunden habe:

  • Ich bin eine Scannerpersönlichkeit. Den Begriff mag ich nicht so, aber Barbara Sher beschreibt in ihrem Buch sehr treffend, wie ich so ticke und nennt es halt so. Andere sagen auch ‚vielbegabt‘ oder ‚multi-passionate‘. Und das bedeutet einfach, dass ich viele Dinge toll finde, mich in alles mögliche einarbeiten und vertiefen kann und auch diese ständige Abwechslung und Neues brauche, um mich gut zu fühlen.

  • Mir ist es wichtig, Wissen weiter zu geben und Menschen zu inspirieren. Bei der Partnerübung aus „Finde dein Warum“ habe ich lauter Geschichten über Lehrer und Mentoren erzählt und wie sie mich geprägt und bewegt haben. Lehrer hatten einen großen positiven Einfluss auf mein Leben, was ich sehr bewundernswert und erstrebenswert finde.

  • Etwas zu gestalten, bauen, erschaffen, kreativ sein - das gehört auf jeden Fall zu meinem erfüllten Leben. Und da es so vieles sein kann, ist es nicht schwer diesen Teil in mein tägliches Leben zu integrieren. Privat und geschäftlich.

  • Rausfinden, wie etwas funktioniert oder aufgebaut ist: Systeme und Sprachen zum Beispiel. (fun fact: wenn ich in einer neuen Stadt bin, will ich immer mit einer Karte rumlaufen, um den Grundriss zu erfassen, bis ich‘s im Kopf habe und mich ohne Karte orientieren kann)

  • Lesen, lesen und lesen. Recherchieren, Infos aufbereiten, so was.

  • In der Natur und in Bewegung sein, aber auch Ruhe finden und Stille genießen.

Das Ziel in 2020 war also, mehr von diesen Dingen in mein Leben zu bringen und weniger von den Dingen zu tun, die nicht dazu gehören. Schauen wir mal, wie mir das gelungen ist.


Über Handlettering & abgesagte Workshops

Ende 2019 habe ich mir selbst eine kleine Aufgabe gegeben: Meine Handlettering Skills zu verbessern und damit etwas dazuzuverdienen. Ich fing an das Alphabet zu lettern und den Fortschritt in einem neuen Instagram Account zu dokumentieren. Und weil ich am besten lerne, wenn ich anderen etwas darüber beibringe, habe ich beschlossen Handlettering Workshops zu geben. Dadurch hatte ich mehr Motivation öfter zu üben und außerdem fand ich es super cool kreative Nachmittage mit Gleichgesinnten zu verbringen. Das ist doch mega!

Ich mach’s kurz. Es kam anders: Alle vier Termine waren zeitlich so eingeplant, dass wegen Corona kein einziger Workshop in 2020 stattfinden konnte.

Und ich war dann so demotiviert, dass ich auch gar nicht mehr lettern wollte. Tausende von Zweifel kamen hoch und vor allem diese blöden Gedanken darüber, was jetzt andere denken sollen, wenn ich das was ich sage, gar nicht mache.

Und immer von einer Sache zur nächsten springe.

Und nicht konsequent bin.

Und Dinge nicht erledigt bekomme.

Und eh alles nur Spielereien sind.

Mich kann man ja gar nicht ernst nehmen…bla, bla.

Aber irgendwann wollte ich mich nicht mehr runtermachen und habe eine Entscheidung getroffen: Ich werde das Alphabet fertig lettern. Alles andere wird sich schon fügen, wie es soll.

Das mag jetzt wie eine unbedeutende Kleinigkeit klingen, aber für mich war das mega wichtig. Ich habe es gebraucht, um mir selbst zu zeigen, dass ich beharrlich bin und Durchhaltevermögen habe. Dass ich nicht alles hinschmeiße, wenn Dinge nicht nach Plan laufen. Dass ich wieder und wieder den Faden aufnehmen kann und am Ende doch erreiche, was ich mir vorgenommen habe.


Ein paar der Buchstaben, die ich in 2020 gelettert habe


Handletteringprojekte 2020_Katja Scalia_Buchsatbe T
Handletteringprojekte 2020_Katja Scalia_Buchstabe M
Handletteringprojekte 2020_Katja Scalia_Buchsatbe Q
Handletteringprojekte 2020_Katja Scalia_Buchsatbe V
Handletteringprojekte 2020_Katja Scalia_Buchsatbe U
Handletteringprojekte 2020_Katja Scalia_Buchstabe V.

Über Troppo Buono, Optimierungen und ein Video-Dreh

Die Vorgeschichte

Mein Mann Tony hat sich im November 2011 selbstständig gemacht. Damals waren wir noch nicht verheiratet, aber ich habe ihn von Anfang an unterstützt. Ich war fasziniert, denn er hatte diese EINE Leidenschaft. Ein geborener Gastgeber mit südländischem Charme und der Hingabe für italienische Küche.

So was hatte ich nicht. Ich mochte viele Dinge, war in unterschiedlichsten Dingen gut, aber nichts war herausragend oder offensichtlich “Meins”. Deshalb war ich Feuer und Flamme für seine Sache und wollte ihn mit allem, was ich hatte, unterstützen.

Jedenfalls waren wir zwei die perfekte Mischung für dieses großartige Projekt. Er mit seinem Fokus und Erfahrung, als Koch und Pizzabäcker und ich als Betriebswirtin mit einem Hang zum Kreativen und Gestalterischen. Seine Idee war, statt in einem Restaurant auf die Gäste zu warten, lieber die Pizza zu den Gästen zu bringen und dort zu sein, wo die Leute sowieso sind. Heutzutage auch bekannt als Street Food oder Foodtrucks.

So entstand die mobile Pizzeria Troppo Buono, mittlerweile ein Synonym für die geilste Pizza im Ortenaukreis. Frisch auf Bestellung zubereitet und im Holzofen gebacken, wie es sich für eine italienische Pizzeria gehört.

Wir haben im Moment zwei Trucks, die unter der Woche an unterschiedlichen Standplätzen vor Supermärkten Pizza verkaufen und am Wochenende für Veranstaltungen gebucht werden können.


Troppo Buono - Holzofenpizza (Foto: @sabinegresbachfotografie)

Troppo Buono - Holzofenpizza (Foto: @sabinegresbachfotografie)

Tony Scalia - Chef von Troppo Buono (Foto: @sabinegresbachfotografie)

Tony Scalia - Chef von Troppo Buono (Foto: @sabinegresbachfotografie)

Der alte Pizzawagen, ein Fiat Ducato Baujahr ‘85 (Foto: @sabinegresbachfotografie)

Der alte Pizzawagen, ein Fiat Ducato Baujahr ‘85 (Foto: @sabinegresbachfotografie)

Pizzaessen für unser erstes Fotoshooting mit Sabine @sabinegresbachfotografie

Pizzaessen für unser erstes Fotoshooting mit Sabine @sabinegresbachfotografie


Und dann kam 2020

Während wir in den Jahren zuvor, Monate im Voraus ausgebucht waren, wurden ab Februar alle Veranstaltungen abgesagt. Das war nicht so schön, weil es nicht geplant war und die Umsätze ausgefallen sind, mit denen wir gerechnet hatten.

Während Tony in den Jahren zuvor, kaum ein Wochenende frei hatte, war er auf einmal viel mehr Zuhause. Das war schön, weil wir als Familie mehr Zeit für uns hatten und Tony ganz viel Motorrad fahren konnte, das er sich erst vor kurzem gekauft hatte.

Dass wir kein Restaurant haben, stellte sich als ein Riesenvorteil heraus. Da Lieferdienste und Essen zum Abholen auch im Lockdown erlaubt waren, hat unsere Wochentour überhaupt nicht gelitten. Im Gegenteil. Ob durch Solidarität oder mangels Alternativen, haben wir sogar noch bessere Umsätze eingefahren, als sonst. Und damit zum Teil die ausgefallenen Events ausgeglichen.

Außerdem war mehr Zeit, um an Themen zu arbeiten, die liegen geblieben sind:

Troppo Buono während Corona.jpg

Buchhaltung digitalisieren

Jaaaa, das wurde echt Zeit! Wir haben erst in diesem Jahr die Buchhaltung auf digital umgestellt. Bisher habe ich

  • Kassenbelege kopiert und in einem Ordner abgelegt

  • handschriftliche Kassenbücher geführt, also fast täglich Ein- und Ausgaben des Tages mit einem Kuli in ein rotes Buch reingeschrieben. Zusätzlich zu einem handschriftlichen Kassenbericht pro Tag und pro Pizzawagen.

  • Kontobewegungen in einer Excel Tabelle erfasst, weil ich die gebuchten Werte auf die jeweiligen buchhalterischen Konten aufteilen musste

An dieser Stelle würde jetzt so ein Affen-Emoji passen, der die Hände vor’s Gesicht hält.

Anfang des Jahres haben wir auf Empfehlung von unserem Steuerberater Unternehmen Online eingerichtet - eine Anwendung von DATEV.

Ich habe mir davon eine große Zeit- und Platzersparnis erhofft (man bedenke: ich strebe hier nach einem Leben, von dem ich keinen Urlaub brauche!).
Aber nach einem Jahr sehe ich, dass die Zeitersparnis nicht wirklich groß ist. Ich muss jetzt zwar nicht mehr in rote Bücher schreiben, aber ein handschriftlicher Tages-Kassenbericht gehört immer noch dazu, weil wir keine elektronische Kasse in den Trucks haben. Außerdem muss ich eingescannte Belege weiterhin in einem Ordner aufheben (das ist so deutsch!) und brauche weiterhin Platz für Papierkram.

Die Belege, die ich vorher in Excel auf die Konten aufgeteilt habe, teile ich jetzt in dem neuen Tool auf. Nur dass ich jetzt nicht mit Kontoauszügen arbeite, weil die Bankdaten automatisch in DATEV geladen werden.

FAZIT: Das geht bestimmt noch besser. Cool wäre, wenn das System häufig vorkommende Positionen automatisch erkennt und auf die entsprechenden Konten verteilt. Zum Beispiel: Beleg von Aral Tankstelle —> Konto 4530 Laufende KfZ Betriebskosten usw.



Neue Website

Mein absolutes Lieblingsprojekt dieses Jahr war die Umgestaltung und der Umzug der Troppo Buono Website zu Squarespace. Einen Vorher-Nacher Vergleich werde ich bei Gelegenheit hier einstellen.

Eine Besonderheit wollte ich aber hier hervorheben: es war uns wichtig, die Speisekarte nicht mehr als PDF Datei auf der Seite zu verlinken. Und wer sich ein bisschen damit beschäftigt hat, weiß wie tricky die Formatierung einer Speisekarte auf Websites ist, vor allem, weil man sie auch noch responsive machen muss - also auf allen Endgeräten benutzerfreundlich dargestellt.

Squarespace bietet dafür eine sehr elegante und einfache Lösung. Dazu mache ich definitiv einen separaten Artikel und verlinke ihn dann hier. Wenn du genau dazu, genau jetzt eine Frage hast schreib mir einfach eine Mail.

 
Troppo Buono above the fold 2020
 



Neue Tafel und Schilder für die Pizzawägen

Das gehört zu den Punkten, die mein Leben einfacher machen sollten und etwas, das Tony sich schon lange gewünscht hat.

Bisher habe ich die Tafeln der beiden Pizzawägen mit Kreidestiften beschriftet. Was an sich ja cool ist, aber auch umständlich. Die Schrift wurde durch Regen verwischt. Wir haben auf manchen Veranstaltungen andere Pizzasorten angeboten. Dann musste ich die Tafel erstmal richtig sauber bekommen, abwarten bis sie richtig trocken war und dann alles wieder neu schreiben müssen. So ne halbe Stunde kam da schon zusammen.

Troppo Buono die mobile Pizzeria alte Tafel
Troppo Buono - alte Tafel. große Karte.jpg

Diese Zeit habe ich jetzt für etwas anderes zur Verfügung. Weil wir es wie folgt gelöst haben:

  • Holztafel mit einer schwarzen Eisenfolie beklebt

  • Schilder für jede Pizzasorte gestaltet & auf eine magnetische Folie drucken lassen

  • Schilder ausgeschnitten e voilà: die neue Tafel ist fertig.

Troppo+Buono+-+neue+Tafel+und+Schilder.2.jpg
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Wir erinnern uns: es geht mir darum, mehr von den Dingen zu tun, die mich erfüllen und jeden Tag so zu gestalten und zu leben, dass es sich gut anfühlt. Dazu gehört es alles anzuschauen, was ich gerade tue und zu fragen, ob ich das gerne mache? Warum mache ich es überhaupt? Wenn es gemacht werden muss, gibt’s einen besseren Weg dafür?

Das Beschriften der Tafel komplett aus meiner To Do Liste streichen zu können, war definitiv ein Erfolgserlebnis und hat es deshalb in den Jahresrückblick geschafft. Zumal mir auch das Gestalten der Schilder Spaß gemacht hat.


Claudios Geburtstag und ein Musikvideo

Diese kleine Geschichte musste ich einfach erzählen, weil sie besonders in diesem Jahr einfach so schön aus der Reihe tanzt.

Es war im Juni. Zu der Zeit, als private Feiern bis 100 Personen wieder erlaubt waren. Für Troppo Buono so ziemlich der einzige Catering Auftrag in diesem Jahr.

Tonys Kumpel Claudio Esposito hat uns für seinen 40er gebucht. Für die, die mit Hip Hip nix am Hut haben und nicht aus Offenburg oder Heidelberg sind, ist der Name wahrscheinlich kein Begriff. Aber bei uns ist Claudio öfter mal im Lokalradio zu hören. Seine Songs sind in der Szene bekannt und sein soziales Engagement in Offenburg und Umgebung geschätzt.

Jedenfalls macht Claudio selbst Musik, tritt als DJ auf und hat auch ein Studio, wo er Musik auch mit anderen Künstlern produziert. Und an seinem Geburtstag waren halt diese ganzen Hip Hop Jungs der alten Schule da, Torch, Toni-L, Freestyle von den Arsonists…und haben einen Teil für ein neues Musikvideo gedreht. Und mein Mann mittendrin. Haha. Das war echt cool. Ich habe mir das mit Claudios Frau von drinnen angeschaut und ein bisschen mit gefilmt. Das fertige Video ist auf YouTube zu sehen.


Über Coachingherz Community

Wer oder was ist Coachingherz?

Coachingherz ist eine Unternehmer:innen Community, die sich in einer Facebook Gruppe austauscht und unterstützt.
Sie wurde im Oktober 2019 von vier Coaches gegründet, die sich als überzeugte Gegenbewegung zu dieser allseits präsenten, lauten ‚Verdiene-6-stellig-über-Nacht‘ Welle gesehen haben.

Das Ziel der Community war und ist es immer noch die Mitglieder nachhaltig beim Aufbau ihres Online Businesses zu begleiten und zusammen zu arbeiten, um für alle mehr Sichtbarkeit und Reichweite zu schaffen.

Das Format hat sich im Laufe des Jahres immer wieder verändert und an die Bedürfnisse der Mitglieder angepasst. Mittlerweile hat Christin Prizelius (eine der vier Gründer:innen) die Gruppe übernommen.

Ich schätze Christin sehr. Als Mensch und für ihre Arbeit. Sie beschäftigt sich mit positiver Psychologie, ist Herausgeberin und Autorin des Online Magazins Pure & Positive und sie unterrichtet das Fach Glück an einer Hamburger Schule. Ist das nicht cool? So ein Fach gehört an alle Schulen, oder?


Beim Zoomen mit Ines, Christin und Martina

Beim Zoomen mit Ines, Christin und Martina

Banner der Coachingherz Community
 
 

Was hat Coachingherz in meinem Leben bewegt

In meinem Lifebook habe ich notiert: Connect within your community. Wie es der Zufall so wollte habe ich mit Coachingherz eine Community gefunden, mit der ich mich online verbinden konnte. Bis dahin war für mich diese Online Welt eine Fake Welt, in der ich mich nicht richtig wohl gefühlt habe. Aber hier habe ich so tolle Menschen getroffen und eine andere Seite dieser virtuellen Welt kennen gelernt.

Das hat sich für mich dank Coachingherz in 2020 verändert:

  • ich habe gelernt mich mitzuteilen und nach Hilfe zu fragen. Außerdem habe ich gesehen, dass es okay ist, mich auch mal verletzlich und nicht perfekt zu zeigen.

  • Meine Angst und Scham vor der Kamera habe ich komplett überwunden. Anfang des Jahres konnte ich mir absolut nicht vorstellen, mich online auf Video zu zeigen. Ich hab ja bis dahin kaum Fotos von mir gepostet! Jetzt gehe ich live und nehme Videos auf, die ich ohne Hemmungen teile und es macht mir sogar richtig Spaß.

  • Christin hat tolle Menschen in die Community gebracht, die mit uns in kleinen Gruppen Q&As und Workshops gemacht haben, zu Themen wie Money Mindset, Rechtliches, Video & Auftreten vor der Kamera, Stimme und Körpersprache, Technisches, Angebot & Positionierung. Das war wirklich hilfreich.

  • Ich durfte Websites für Community Mitglieder erstellen und Ihnen beibringen, wie sie selber ihre Websites planen und erstellen können.

  • Durch regelmäßigen Austausch konnte ich Blockaden und Zweifel schnell aus dem Weg räumen und bin so viel schneller voran gekommen.

An dieser Stelle ein Riesendankeschön an Christin und alle Mitglieder der Coachingherz Community, die mich dieses Jahr begleitet haben. Es ist so schön euch zu kennen. Ich freue mich schon, wenn wir uns außerhalb des Internets treffen können!

Coachingherz hat Geburtstag!

Zum 1. Geburtstag gab‘s eine virtuelle Party mit wertvollen & hilfreichen Beiträgen. Ich durfte auch meine erste Präsentation über Websites & die Über mich Seite halten.

Aber dazu möchte ich gar nicht so viel schreiben, sondern verlinke hier einfach mal das Video.


Über Websites und mein neues Online Business

Nebenberuflich selbständig

Darüber habe ich schon lange nachgedacht und dieses Jahr tatsächlich umgesetzt. Mit Hilfe der Community und 1:1 Coaching, habe ich angefangen Online Fuß zu fassen und dabei mehr von der gestalterischen Komponente in meine berufliche Ausrichtung integriert.

Im Frühling habe ich ein 6-wöchiges Online Training über Squarespace Websites beendet und alles, was ich gelernt habe gleich mit Troppo Buonos Seite umgesetzt. Parallel habe ich angefangen HTML und CSS zu lernen.

Alles was ich in der Zeit gelernt habe, teilte ich mit der Community und bekam schon bald den ersten Auftrag von Narada Ryant-Clausen, ihre Seite neu zu gestalten. Das war echt cool und zeigte mir, dass ich etwa zu geben habe, was andere haben wollten.

Meine eigene Seite ging erst im Juni online. Bis dahin habe ich neben Troppo Buono und Narada, der lieben Manuela Mader geholfen, ihre eigene Seite komplett neu zu gestalten und umzuziehen. In einem Interview teilt sie ihre Erfahrungen, wie es war mit mir zusammen zu arbeiten und wie sie es geschafft hat mit meiner Anleitung, in 4 Wochen ihre Website zu erstellen.

 
 

Wie hat sich meine eigene Online Präsenz in 2020 verändert?

Die einfache Antwort lautet: Grundlegend!

Während ich Ende letzten Jahres ziemlich klar wusste, dass das Thema Handlettering mein zweites Standbein werden wird, kam 2020 alles anders.

Stattdessen ist im Juni diese Website online gegangen. Und da gibt’s Websites statt Lettering.

Die Coachingherz Community hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass ich mich umorientiert habe. Ich habe nämlich während unserer Calls & durch das Durcharbeiten der Inhalte etwas entdeckt: Nämlich, dass ich so ziemlich alle meine Interessen und Fähigkeiten darin verbinden kann: Design, Technik, das Unterrichten und noch viel mehr. Und vor allem kann ich mit den unterschiedlichsten tollen Menschen arbeiten! Menschen, die an ihren Träumen basteln und ihre Idee endlich online sehen wollen.

Seither habe ich meine eigene Website ständig verändert und getuned. Die letzte Änderung kam mit der Planung einer Workshop-Serie, die im Januar 2021 startet. Da geht’s um Strategie und Inhalte für deine Website. Wir machen das zusammen, was vielen alleine echt schwer fällt:

  • wir entdecken deine Business-Persönlichkeit,

  • lernen deine Kunden zu verstehen,

  • schreiben Texte,

  • sammeln Bilder und

  • packend das alles in eine für dich passende Strategie.

Das alles kannst du dann verwenden, um deine Website selbst zu bauen (unabhängig von der Plattform) oder jemanden dafür zu beauftragen, der es technisch für dich umsetzt. Am liebsten mich, aber das ist natürlich keine Pflicht.


Das Freebie

Dass nicht jeder, der auf meine Seite kommt, gleich kauft, ist ja ziemlich logisch. Es ist eine Investition und ich würde behaupten auch eine Frage der Chemie, das heißt die Leute sollten mich kennen lernen und dann entscheiden, ob Ihnen meine Art zusagt oder nicht.

Deshalb war es mir wichtig, von Anfang an eine Möglichkeit zu schaffen mit den Besucher:innen in Kontakt zu bleiben. Ich hatte also von Anfang an ein einfaches Newsletter Opt-in in der Fußzeile. Aber es hat sich niemand eingetragen. Das hat mich nicht gewundert. Wer will schon mehr E-Mails?

Trotzdem wusste ich, dass es wichtig ist, eine eigene E-Mail-Liste zu haben, um unabhängig von den Algorithmen der Social Media Plattformen zu sein. Erstens hört man das ja wirklich überall im Zusammenhang mit Online Marketing. Aber ich kenne das auch aus der eigenen Erfahrung. Ich trage mich immer wieder in verschiedene Verteiler ein, lese ein bisschen mit, was da so reinkommt und wenn es hilfreich ist, bleibe ich im Verteiler.

Es gibt Unternehmer:innen, denen folge ich Monate oder sogar Jahre lang, weil sie echt super hilfreichen Content liefern. Wenn deren Thema dann zu meinem Thema wird, kaufe ich dort und schaue nicht mal nach Alternativen. Und wie bin ich eigentlich auf deren Liste gelandet? Offensichtlich. Durch ihr (hilfreiches!) Freebie. Das war also mein nächster Schritt, ein Freebie zu entwickeln, dass für die richtigen Leute hilfreich ist.

Checkliste - Was darf auf deiner Homepage nicht fehlen

Von den Mitgliedern in meiner Facebook Gruppe und durch Unterhaltungen in anderen Gruppen, wusste ich, dass viele am Anfang total überfordert sind, wenn es um ihre Websites geht. Es gibt unendlich viele Infos, aber ohne eine klare Struktur und Anleitung ist es einfach zu viel.

Deshalb habe ich auf einer einzigen Seite einen Überblick geschaffen. Eine Checkliste, die Struktur gibt und dir erlaubt nach und nach, Themen abzuarbeiten, zu planen und Entscheidungen zu treffen. Damit du deine Traumseite näher kommst, ohne dich zu überfordern.



Dann habe ich für die Checkliste eine eigene Seite erstellt und mein Freebie, wo es passte in Gruppen erwähnt/verlinkt, auf Fragen geantwortet und Hilfe angeboten, bei Challenges mitgemacht und auch mal kurz Werbung auf Facebook geschaltet. Zum Ausprobieren. So wurden immer wieder Leute auf die Checkliste aufmerksam und haben sich in meine Liste eingetragen.

Wie sich meine E-Mail Liste entwickelt hat, seit sich ein Freebie anbiete.

Wie sich meine E-Mail Liste entwickelt hat, seit sich ein Freebie anbiete.


Die Social Media Profile

Im April habe ich eine Facebook Gruppe gestartet, ursprünglich nur für zwei Mädels aus der Community, um denen beizubringen, wie sie selbst ihre Websites bauen können. Die Gruppe habe ich dann später für alle interessierten geöffnet und Stand heute (22.12.20) sind 38 Menschen darin und ich bin da super gerne aktiv.

Später habe ich auch eine Fanpage erstellt, war auch auf meinem privaten Account aktiver und habe mein Instagram Profil auf gewerblich umgestellt. Auf Linked in habe ich einfach nur meine Profil-Beschriebung aktualisiert. Da bin ich aktuell nicht wirklich aktiv.


Meine Facebook Gruppe: Websites - einfach erklärt

Social Media in Zahlen:

Privates Facebook Profil: 372 Freunde

Facebook Fanpage: 85 Personen gefällt das, 88 haben das abonniert

Facebook Gruppe: 38 Mitglieder

Instagram: 241 Abonnenten

Linked in: 149 Kontakte


Wie hat die Corona-Pandemie unser Leben beeinflusst.

Weniger Arbeit. Mehr Zeit mit Familie.

Kann man dieses Jahr einen Rückblick schreiben ohne Corona anzusprechen? Wohl kaum. Aber ich mach’s kurz: es hat uns betroffen. Natürlich. Wen nicht? Hauptsächlich bei der Kinderbetreuung, in meinem Teilzeit-Job (da Luftfahrt) und im Catering Bereich von Troppo Buono.

Ich stelle mir vor, wie die Menschen in 100 Jahren etwas über diese Zeit in lesen. Also im Jahre 2120 werden das wohl meine Enkel sein…Hallo Liebes, wenn du das gerade liest: ich denke gerade an dich. Ich schweife ab, denke an die Relativitätstheorie…also zurück hierher: ich sitze gerade an unserem zwei Meter langen Esstisch. Es ist Samstag. Um mich rum ist das pure Chaos, weil Kim und Mia da sind.

Sie waren dieses Jahr sehr viel zuhause. Und wir haben sehr viel gebastelt, gebacken und gemalt. Und zu viel Fernsehen geschaut. Und zu viel süßes gegessen. Pures Chaos. Pures Leben.

In den ersten drei Wochen des ersten Lockdown, als die Fliegerkiste (so heißt unsere Kita) geschlossen wurde, wusste ich nicht, wo mir der Kopf steht und wie ich das überleben sollte, ohne in der Klapse zu landen. Es war anstrengend. Aber dann hat sich’s eingespielt. Und es war schön. Tony war mehr zuhause, wir haben uns mit den Nachbarn noch besser angefreundet, ich habe mehr von zuhause gearbeitet, wir hatten viel weniger Termine. Ja, das war schön.

Der zweite Lockdown ist für mich kaum spürbar, da die Kitas aufgeblieben sind. Alles andere ist mittlerweile schon normal. Mundschutz, wenig persönliche Treffen, dafür aber Austausch online. Angst hatte ich eigentlich nie. Da denke ich wie bei vielen anderen Themen: Wir machen, was wir können, damit’s gut geht. Und wenn’s schlecht geht, kümmern wir uns DANN darum.


Was kann man mit Kindern zu Pandemie-Zeiten machen

Gesichter malen

Gesichter malen

Bastelmaterial im Wald sammeln

Bastelmaterial im Wald sammeln

 
Fotoshootings. Mein Lieblingsfoto 2020 made by me

Fotoshootings. Mein Lieblingsfoto 2020 made by me

Karottensuppe kochen

Karottensuppe kochen

 
Fluss statt Schwimmbad

Fluss statt Schwimmbad

Mama, uns ist langweilig! Wie wär’s mit…

Mama, uns ist langweilig! Wie wär’s mit…

 

Corona-Hocks mit Nachbarn

Als im Frühling der Lockdown unser aller Leben durcheinander wirbelte und die Kitas und Schulen geschlossen wurden, ist in unserer Nachbarschaft was cooles passiert:

Wir kamen zusammen. Fast Jeden Samstag Abend. Jeder auf seinem Grundstück. Die Straße zwischen uns. Schön mit Abstand.

Es gab Bier und Bionade - Jürgen, der Elektrikermeister hat immer für Kühlung gesorgt.

Dann gab’s mal Pulled Pork aus dem Smoker und Pizza von Troppo Buono und frische Pasta. Mein Mann kann einfach NICHT nicht arbeiten. Da unsere Pizza Trucks an den Wochenenden nicht mehr gebucht wurden, hatte er ein bisschen Entzugserscheinungen. Außerdem liebt er es einfach Leute zu bekochen (und Lob zu kassieren). Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an all die Leckereien denke, die er so gezaubert hat.

Das war echt schön.


Pulled Pork aus dem Smoker

Pulled Pork aus dem Smoker

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Spaghetti Vongole

Spaghetti Vongole

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Frische Pasta

Frische Pasta

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Dinge, die zu 2020 gehören, aber über die ich (noch) nicht schreiben will.

Es gibt bestimmte Themen, über die ich nicht schreiben will.

Aber: Die Menschen, die mich persönlich kennen, wissen sehr wohl, dass ich auch Scheiß-Themen auf dem Tisch habe. Tatsache. Und ich entschuldige mich nicht für den Ausdruck.

Das gar nicht zu erwähnen, würde das Bild verfälschen. So Friede-Freude-Eierkuchen-Shiny-Insta-Life mäßig. So ist es aber nicht. Obwohl mein Glas in der Regel halbvoll ist und ich meistens in Lösungen statt in Problemen denke, gibt’s trotzdem Themen, die ich eben nicht so gut im Griff habe.

Geständnis und Einsicht: Ich schreibe hier nicht über die “schlechten” Erfahrungen. Vielleicht noch nicht. Vielleicht auch nie. Sie sind trotzdem ein Teil von 2020.


Kleiner Ausblick: Was kommt in 2021

…ich bin fertig!

Mit diesem Blogartikel mein ich. Und könnte grad wieder von vorne anfangen, weil ich wieder was anders machen würde. Was dazu schreiben. Was weglassen. Vielleicht mach ich das noch, vielleicht aber auch nicht.

Schöne Weihnachten!

Und danke Judith Peters alias Sympatexter für die tolle Begleitung. Ohne dich, hätte ich niemals diesen Artikel veröffentlicht.

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Plane dein Jahr - eine (etwas andere) Methode für 2021

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