Newsletter, Freebie und E-Mail Marketing - die Zusammenhänge einfach erklärt

 

Wenn man gerade anfängt sich mit der Online Welt und der eigenen Website auseinanderzusetzen, scheint vieles verwirrend und komplex. In der aktuellen Gruppe in meinem Website-Planungs-Workshop sehe bei den Teilnehmerinnen viele Fragezeichen in den Augen, wenn es um die Zusammenhänge zwischen Website und E-Mail-Marketing geht. Und genau darüber schreibe ich in diesem Blog-Artikel.

Fangen wir mal ganz vorne an, nämlich auf deiner Website:

Du hast dich selbständig gemacht und hast eine Website erstellt oder erstellen lassen. Cool. Jetzt kann’s ja losgehen. Mit den Anfragen. Mit den Aufträgen.

Nur, so von alleine geht’s irgendwie nicht.

Es gehört mehr dazu, um die Website wirklich als effektives Tool im Geschäft zu nutzen.

Die Website ist eben nur ein Teil eines gesamten Systems. Stell sie dir als eine Zentrale vor. Die Zentrale für all deine Marketing Aktivitäten. Zu einer funktionierenden Marketing Strategie im Online Business gehört unter anderem der Aufbau einer E-Mail Liste.

“Ohhnneeee!” höre ich dich schon sagen! “Ich mag keine Newsletter! Was soll ich denn da schon schreiben?” - dazu mehr in einem anderen Post.

Hier soll es ganz praktisch werden. Ich will also nicht das Warum von E-Mail Marketing diskutieren, sondern erklären, wie es konkret funktioniert.

Genauer: Wie kannst du das E-Mail-Marketing technisch umsetzen?

Trotzdem ein paar Worte zu den Hintergründen.

Oft lese ich Folgendes, als Begründung, warum man auf der Website einen Newsletter anbieten soll:

Viele Menschen, die auf deiner Website landen, werden wieder gehen, ohne dass du etwas davon mitbekommst. Auch wenn sie dein Thema und dein Angebot interessiert, werden nur wenige tatsächlich direkt etwas kaufen oder eine Anfrage schicken. Deshalb wollen wir ihnen eine einfache Möglichkeit geben, mit dir in Kontakt zu bleiben. Wir laden sie also ein, sich in deine E-Mail-Liste einzutragen. Und damit sie das auch tun, bieten wir ein wertvolles Freebie an. (Weil NUR für ein Newsletter meldet sich heutzutage wahrscheinlich wirklich niemand mehr an. Wer will schon mehr E-Mails?)

Okay. Kann ich nachvollziehen. Wenn man ein etabliertes Geschäft betreibt, landen die Leute über die Google Suche oder durch Empfehlungen auf deiner Website, schauen sich um und finden dein Freebie interessant, usw…

Als Anfänger ist aus meiner Sicht noch etwas anderes wichtig:

Es ist eher unwahrscheinlich, dass Leute einfach mal so auf deiner neuen Website landen. Traffic auf die Seite zu bringen, ist eine Disziplin für sich. Und dabei kann dein Freebie eine wesentliche Rolle spielen. Du kennst das bestimmt auch, dass Du gerade über die Freebies auf bestimmte Menschen aufmerksam wirst und DARAUFHIN ihre Websites besuchst.

Auch als frischgebackene Selbstständige, war es mein Freebie, das neue Leute auf meine Website gebracht hat. Und sogar, wenn sie sich meine Website nicht angeschaut haben, konnte ich mit Ihnen in Verbindung bleiben. Die Leute waren nämlich auf meiner E-Mail Liste. Jetzt habe ich die Möglichkeit durch interessante und hilfreiche Inhalte eine Beziehung zu den Menschen aufzubauen, die schon ihr Interesse an meinem Thema bekundet haben.

Was kannst du als Freebie anbieten?

So jetzt haben wir verstanden, das eine E-Mail Liste für dein (Online) Business Sinn macht - aber wie machst du das? Das hab ich mich auch am Anfang gefragt. Wie kommen die Leute denn in meine Liste? Was funktioniert am besten? Was ist zu beachten?

Und wie so oft bei mir, funktioniert das Ausprobieren bzw. Testen am besten. Das Ding ist einfach, kein Business ist wie das andere, du bist einzigartig und so ist es auch automatisch dein Business. Statt mich also dran aufzuhängen DIE beste Strategie zu überlegen, fange ich einfach mit einer Sache an und lerne.

Hier also meine Tipps:

  • Einfach eine Sache machen und laufen lassen, schauen wie es ankommt.

  • Nachfragen, verbessern oder ändern.

  • Bei jeder passenden Gelegenheit drüber reden, auch offline.

  • Immer wieder vor neues Publikum treten: zB durch Interviews oder als ‘Gast-Webinar-Host’ bei anderen Unternehmer:innen, wo es thematisch passt.

Und hier ein paar Freebie-Beispiele für die Website:

  • Checkliste

  • E-Mail Minikurs

  • Meditation

  • ein Quiz

  • kleines Ebook

  • Planer für etwas Bestimmtes

  • ein kurzes Videotraining

Bei Freebies kommt es drauf an, wen du ansprichst und was sie gerade für ein Kopfkino haben.

Wichtig ist, dass es ein bestimmtes Problem beseitigt, dass deine Kundin gerade lösen will/muss und gleichzeitig dir die Möglichkeit bietet immer tiefer ins Thema einzusteigen.

Beispiel Style-Beraterin: Anleitung, wie du die perfekte T-Shirt Form für dich findest als Freebie, um dann ‘Kleiderschrank-Inventur’ oder persönliche Styling Beratung anzubieten.

Beispiel Coach für überforderte Mamas: 10 Ideen für ein entspanntes Abendritual als Freebie, um dann längere Begleitung rund ums Thema ‘ruhige Nächte mit Kindern’ anzubieten.

Ich arbeite gerade mit einer Checkliste für Websites als Freebie und nutze Gelegenheiten darüber zu sprechen, wenn sie sich ergeben. So wie jetzt.

Schreib mir doch in die Kommentare, was du dir überlegt hast oder was du schon ausprobiert hast.

Okay, jetzt aber zu der Technik. Wie funktioniert das konkret auf deiner Website?

Technisch braucht es Folgendes:

  1. Domain

  2. Website

  3. geschäftliche E-Mail-Adresse

  4. E-Mail-Marketing Software

Diese vier Tools kannst du bei unterschiedlichen Anbietern kaufen. Es gibt Anbieter, die je nur eins der Tools oder eine Kombination von mehren Tools anbieten.

Ich zeige dir hier zwei Wege, die ich für mein Business und auch für meine Kunden gerne nutze. Es sind natürlich nicht die einzigen. Ich finde aber, dass man anhand von konkreten Beispielen die Zusammenhänge besser verstehen kann.

  1. Squarespace + G Suite + MailerLite

    Bei dieser Variante beziehe ich sowohl die Domain als auch die Website über Squarespace. Damit habe ich also eine Website online, die man über die URL www.meinedomain.de erreichen kann.

    Meine geschäftliche E-Mail-Adresse (hallo@meinedomain.de) richte ich auf G Suite ein, weil diese Verknüpfung bei Squarespace schon von Haus aus eingerichtet ist.

    Und dann richte ich ein Konto bei MailerLite ein, wo meine E-Mail Liste angelegt und verwaltet wird und verbinde dieses Konto mit Squarespace und G Suite.

  2. United Domains + Chimpify*

    Bei der zweiten Variante kaufe ich die Domain und das E-Mail-Konto für die geschäftliche E-Mail Adresse bei United Domains (günstig und schnell sind auch diese hier: all-inkl, Hetzner oder Tophoster ) und meine Website und E-Mail-Marketing laufen über Chimpify*.

Für deine Besucher:innen sehen beide Varianten eigentlich gleich aus und zwar so:

Auf deiner Website gib es ein Formular. Da tragen deine Besucher:innen ihren Namen und ihre E-Mail Adresse ein und klicken auf einen Button, um die Daten abzuschicken.

Diese Daten landen in der E-Mail-Marketing Software, die automatisch eine Bestätigungsmail verschickt. Die Empfänger:innen sehen eine E-Mail von hallo@meinedomain.de in ihrem Postfach und bestätigen, dass sie sich in deine Liste eintragen wollen. Die E-Mail Marketing Software erkennt (und speichert) die Bestätigung und sendet daraufhin automatisch dein Freebie raus.

*Partner-Link; das heißt, dass ich von Chimpify eine kleine Provision bekommen kann, wenn du über diesen Link einkaufst. Ich finde, dass die Jungs einen super Job machen und schätze ihre Arbeit und ihren Support, deshalb arbeite ich gerne mit ihnen und empfehle sie gerne weiter.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten dich und dein Business bekannter zu machen. E-Mail Marketing ist eine davon.

Dabei konzentrierst du dich darauf eine Beziehung mit deinen Interessent:innen und Kund:innen zu pflegen, in dem du interessante und hilfreiche Inhalte (Content) produzierst und diese per E-Mail verschickst. Ein Newsletter also, in dem du auch deine Produkte und Dienstleitungen anbietest.

Das geht auch in Kombination mit anderen Content-Strategien (z.B. Bloggen, YouTube, Social Media). Dann kannst du in deinem Newsletter auf die Inhalte verweisen, die du auf anderen Plattformen zur Verfügung stellst.

Ob dein E-Mail Marketing effektiv und erfolgreich ist, hängt zum einen von der Strategie ab (= wie hilft es dir deine Business Ziele zu erreichen) und zum anderen von der Qualität deiner Kontakte. Viele Kontakte in deiner Liste zu haben, ist nicht zwingend besser. Besser ist es Kontakte zu sammeln, die ein Problem haben, das du lösen kannst.

Und an dieser Stelle kann ein Freebie hilfreich sein. Es ist sozusagen eine kleine Vorstufe zu deinem Angebot und löst idealerweise schon ein kleines Problem deiner Interessent:innen. Damit haben sie es leichter in deine Welt einzutauchen und dich kennen zu lernen.

Technisch gibt es wie immer zig Lösungen. Ich habe dir im Artikel zwei vorgestellt, die ich gerne nutze. Und an dieser Stelle noch mal ganz klar: Ich biete dir hier nicht DIE perfekten Lösungen an, sondern teile mit dir, was ich gelernt habe und zwar so einfach wie möglich. Ich bin der Meinung, dass alles funktioniert, wenn man es wirklich umsetzt und nutzt! Daher lade ich dich ein, nicht weiter zu grübeln, sondern eine Entscheidung zu treffen und diese umzusetzen. Es kann nichts schlimmes passieren. Ganz im Gegenteil, du kommst so schneller vorwärts, als wenn du alle Eventualitäten vorauszudenken versuchst.

Wenn du das nicht so gerne alleine machen willst und genau weißt, dass du unter Anleitung bzw. mit einer Partnerin viel effektiver arbeitest, kannst du hier eine PowerStunde mit mir buchen. Das ist so zu sagen mein liebevoller Popo-tritt, den du brauchst um endlich vorwärts zu kommen.

 
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Website vs. Homepage und andere Online Business Begriffe einfach erklärt

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