Halbzeit 2021 - Vom Scheitern und Weitermachen

Achtung, Klischee-Einleitungssatz: Wo ist nur die Zeit geblieben?!?!?!

Schon ein halbes Jahr hinter uns! (Das Glas ist halb leer.)

Noch ganze 6 Monate bis zum Jahresende! (Das Glas ist halb voll.)

Noch 26 Wochen. Eine Menge Zeit. Sogar, wenn ich mit 20 Wochen rechne, also Sommerferien und Weihnachten großzügig rausnehme, sind es bei mir 100 oder vielleicht sogar 200 Arbeitsstunden (für diese Selbstständigkeit.)

Was ist in dieser Zeit alles möglich? Das ist hier die Frage. Ich will mir durch den Rückblick und den Ausblick bewusst machen, für was die Zeit eigentlich drauf geht und ob ich sie weiterhin so nutzen will. Ich will bewusster wählen, mit welchen Aktivitäten ich die Zeit fülle.

Jeden Monat einen Rückblick zu schreiben, wie es die Judith Peters vormacht, hat bei mir nicht gekappt. Aber ich wollte mir unbedingt die Zeit nehmen, um das Halbjahr zu reflektieren.

Der perfekte Zeitpunkt um alles wieder auf Kurs zu bringen, zu schauen was gut war und was nicht so toll. Das hilft mir, Dinge zu schätzen und dankbar zu sein für das, was ich geschafft habe. Das hilft auch zu lernen und zu wachsen. Beim nächsten mal besser zu machen, was nicht so gut geklappt hat.

Zu Beginn gleich ein paar grundlegende Learnings:

  • “Einfach machen” ist gut.

  • Eine Strategie hilft sich zu fokussieren.

  • Es ist gut sich Hilfe zu holen.

  • Fehler machen ist nicht schlimm.

Und jetzt machen wir einen Deep-Dive.


Rückblick: Diese Dinge haben mich im ersten Halbjahr bewegt:

Beta-Version meiner Workshop-Serie für die Strategie und Inhalte deiner Website.

  • Wieso hab ich das gemacht?

Während der Arbeit an Website-Projekten mit frisch-gebackenen Selbstständigen habe ich gemerkt, wie es vielen schwer fällt die Inhalte für ihre Websites zu erstellen und mit Strategie zu planen. Sie wissen nicht, wo sie anfangen sollen, was sie schreiben sollen oder haben viel zu viele Ideen und verzetteln sich, bis sie gar nicht mehr vorwärts kommen.

Es fällt ihnen schwer, sich vorzustellen, wie sich das alles zu einer Website zusammenfügt, weil die meisten aus der falschen Richtung an die Sache rangegangen sind. Also vom Aussehen der Website. Dabei kommt die Planung zuerst, wie beim Hausbau. Da kümmern wir uns ja auch nicht zuerst um die Vorhänge, Kissenbezüge und Deko (ich weiß, das ist genau das was toll ist uns Spaß macht). Die Grundlagen kommen zuerst, sonst fällt das Haus womöglich noch in sich zusammen, bevor es was zu dekorieren gibt…

Deshalb habe ich ohne viel Tam-Tam eine Serie von interaktiven Workshops konzipiert, damit wir genau das zusammen machen können. Von Strategie, über die einzelnen Seiten und bis zum Newsletter und Kundenfeedbacks wollte ich alles strukturiert durcharbeiten.

Ich wollte also ganz vorne anfangen und den Teilnehmer:innen zeigen,

  • wie sie das eigentliche Ziel ihrer Website rausfinden. Stichwort Strategie. Stichwort Fokus.

  • wie sie die Inhalte so planen, dass das Ziel auch erreicht werden kann

  • wie sie lernen, ihre Website als Werkzeug für ihr Business zu verstehen und zu nutzen

  • wie sie die Texte schreiben und was sie bei Fotos & Grafiken beachten können usw.

Und dieses Wissen sollten sie auch sofort anwenden und umsetzten. Das heißt, die Workshops sollten wirklich zum Arbeiten da sein. Nicht um sich berieseln zu lassen.

Außerdem war es mir wichtig dabei zu sein. Ich wollte sehen und miterleben, wie die Teilnehmer:innen voran kommen.



  • Was war gut?

Das Format mit den Live-Workshops (online) hat Ergebnisse geliefert:

Es gab feste wöchentliche Termine und damit eine Verpflichtung. Diese Verbindlichkeit, das Commitment hat dafür gesorgt, dass die Aufgaben tatsächlich erledigt wurden. Das heißt die Teilnehmer:innen hatten am Ende tatsächlich den Plan und die Inhalte für ihre Websites in der Hand oder besser gesagt auf digitalem Papier.

Die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gruppe war fantastisch:

Besonders beim Input von der lieben Sabine Lemke. Was macht dich einzigartig? - so war die Frage. Mit einer kreative Übung haben wir genau das rausgekitzelt - auf so eine schöne und ungewöhnliche Art und Weise. Das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern jede hat ein wertvolles Feedback von der Gruppe bekommen. Ich nutze die Erkenntnisse aus dieser Übung für meine Selbstständigkeit. Es hat mir und den Teilnehmer:innen geholfen zu verstehen, was uns im Kern ausmacht und wie wir das nach außen transportieren können.

Moment...ich hab da was :-). Besser als Martina Schuster (eine der Teilnehmerinnen) in diesem Interview, kann ich’s nicht zusammenfassen:

 
  • Was könnte besser sein?

Zeit einhalten und gesamten Ablauf auf Effektivität optimieren:

Teilweise war die Zeit in den Workshops zu knapp, um Inhalte zu vermitteln und die Aufgabe zu machen. Deshalb haben wir regelmäßig überzogen. Das will ich auf jeden Fall besser machen!
Ich denke, dass ich einen Teil der Inhalte aus den Workshops zusammen mit den Aufgabenblättern vorab als kurzes Video zur Verfügung stelle. Als Vorbereitung für den Workshop. Damit hätten wir in den Workshops mehr Zeit, um die Aufgaben zu erledigen und auf Fragen einzugehen.

Nicht zu weit vom Thema abschweifen (lassen) & besser moderieren:

In einem der Workshops sind wir sehr weit vom eigentlichen Thema abgekommen. Das hatte zwar definitiv etwas mit den Websites zu tun, aber eben nicht das Thema des Workshops und ich habe es nicht sofort geschafft, die Diskussion zu unterbrechen und wieder zum eigentlichen Thema zu lenken. Darauf bin ich jetzt vorbereitet und kann beim nächsten mal besser reagieren, früher einlenken, besser moderieren.

Eine Expertin für die Texte dazu holen:

Meine Expertise ist der Aufbau der einzelnen Seiten, sodass die Besucher:innen durch die Website zum definierten Ziel geleitet werden. Dabei spielt natürlich das Thema Website Texte eine große Rolle. Wie man bessere Texte schreibt und was einen Text eigentlich toll macht - dafür eine Expertin in den Workshops zu haben, wäre super hilfreich.

Macht es Sinn weitere Technik - Workshops dran zu hängen und die Seite auch zu bauen?

Das habe ich mittlerweile so entschieden. Das ist der logische nächste Schritt. Das Ergebnis des Kurses lässt sich so auch viel besser kommunizieren.

  • Will ich mehr davon?

UNBEDINGT! War das eine coole Aktion! - hat mir für’s ganze Jahr Motivation mitgegeben. :-)

Es ist einfach mega cool in einer kleinen Gruppe mit ambitionierten Menschen zu arbeiten, die gerade ihre Ideen ausbrüten und ihre Angebote schnüren. Leidenschaftliche, vielseitig begabte und intelligente Frauen, die für ihre Sache brennen und damit in die Welt wollen. Ich liebe diese Interaktion und gemeinsames Kreieren und will unbedingt mehr davon. Deshalb wird es definitiv eine Wiederholung geben.


Die #PimpYourWebsiteChallenge

  • Wieso habe ich das gemacht?

Wie so oft, haben viele kleine Aktivitäten und interessante Gespräche dazu geführt, dass ich ganz spontan etwas gemacht habe, was ich bis dahin nicht machen wollte. In diesem Fall war es eine Facebook Challenge.

Angefangen hat alles mit einem Interview mit der lieben Martina Schuster. Sie hat Anfang des Jahres bei den Workshops mitgemacht und wir haben uns über ihre Erfahrungen unterhalten. Im Anschluss haben wir auch über meinen bevorstehenden Launch für die zweite Runde geredet. Ich hab ihr erzählt, dass ich definitiv zu spät angefangen habe die Werbeglocken zu schwingen und wohl nicht mehr die Mindestanzahl von Teilnehmer:innen reinbekomme.

Da hat sie mir von ihrer Freundin Kathrin Luty von Frauenbusiness.biz erzählt, die gerade eine Challenge in den Startlöchern hat, in der es um Facebook Challenges geht. Wie passend! Hab mich natürlich gleich angemeldet. Am ersten Tag in Kathrins Challenge, war ich so aufgeregt und motiviert, dass ich tatsächlich einen Post gemacht, wo ich meine eigene Challenge ankündigte. Die dann die Woche drauf in meiner Facebook Gruppe stattgefunden hat.

Mein Ziel war natürlich durch die Challenge mehr Leute auf die bevorstehende Workshop-Serie aufmerksam zu machen. Das heißt, die Teilnehmer:innen sollen ein Gefühl für mich und meine Art bekommen. Sie sollen sehen, dass ich meine volle Energie da rein gebe und dass ich ihnen zu einer besseren Website helfen kann. Einer, die tut was sie soll und sich auch toll anfühlt: herzlich, authentisch und “un-perfekt” lebendig.
Ich wollte auch sehen, ob ich das kann und ob mir das Spaß macht.

  • Was war gut?

Die ungeplante, spontane #PimpYourWebsiteChallenge war der Hammer! Es war gut, weil ich ohne viel Nachdenken, ohne Hinterfragen, ohne Technikgedöns und ohne Perfektionismus, einfach die Leute in meine bestehende Gruppe eingeladen habe und in 3 Tagen, mit 3 drei Live Trainings und 3 Aufgaben die Teilnehmer:innen dazu gebracht habe, ihre Website anzugehen und zwar nicht nur mit Strategie, sondern mit einer Leichtigkeit und mit so viel Spaß!

Die Challenge ist das Launch Event für die Workshop-Serie. Das heißt, die Teilnehmer:innen sollen ein Gefühl für mich und meine Art bekommen. Sie sollen sehen, dass ich meine volle Energie da rein gebe und dass ich ihnen zu einer besseren Website helfen kann. Einer, die tut was sie soll und sich auch toll anfühlt: herzlich, authentisch und “un-perfekt” lebendig.

Aus der Challenge habe ich zwar keine Teilnehmer für die Workshops gewonnen, aber zwei Anfragen für komplette Website-Projekte reinbekommen und tolle neue Kontakte geknüpft.


  • Was könnte besser sein?

Hmm…ich glaube, ich fand das genau richtig so. Für’s nächste mal würde ich die Challenge früher bewerben und dafür bräuchte ich vielleicht auch eine Landingpage. Das war’s dann aber auch. Ich will diese Leichtigkeit und den Spaß nicht verlieren. Das heißt, alles was nicht dazu beiträgt, dass die Teilnehmer:innen Ergebnisse generieren, lass ich einfach weg.

Ne, noch eine Sache! Die Challenge soll von sich aus hilfreich sein, aber auch die Teilnehmer:innen für die Workshop-Serie begeistern.

  • Will ich mehr davon?

Diese Frage erübrigt sich offensichtlich. Also weiter geht’s zu einem nicht so schönen Thema:


Ein gescheiterter Launch

Ja. So ist es. Traurig und enttäuschend. Der zweite “echte” Launch der Workshop-Serie ist gescheitert. Das heißt, wir haben den Kurs schweren Herzens absagen müssen, weil wir nicht genug Anmeldungen hatten.

Warum?

Ist der Kurs schlecht?

Nein.

Die Workshops sind sehr gut. Die Workshops helfen. Sie machen die Arbeit an der Website leicht. Sie helfen, fokussiert, in einem überschaubaren Zeitraum, Aufgaben strukturiert zu erledigen, die du sonst mit Mühe, unter Stress oder gar nicht angehen würdest. In den Workshops bist du nicht alleine mit deiner Website beschäftigt und sowohl ich, als auch die Gruppe motiviert und gibt Feedback genau dann, wenn du stecken bleibst. Dadurch kommst du viel schneller voran. Du arbeitest Schritt für Schritt die Aufgaben ab und hast auch noch für die Zukunft Basiswissen und Vorlagen, die dir mit vielen Entscheidungen rund um die Website helfen werden.

Bin ich schlecht?

Nein!

Wenn ich drüber nachdenke, was mich dazu befähigt, diese Workshops zu geben, weiß ich einfach, dass es nicht an meiner Kompetenz liegt.

Zuallererst ist es die eigene Erfahrung im eigenen Geschäft, das mittlerweile fast 10 Jahre alt ist und 6-stellige Jahresumsätze generiert. Ich weiß, was eine Website machen kann und was nicht. Wie man sie als Werkzeug im Business nutzen kann und wie man sie einfach aufbauen und pflegen kann.

Außerdem wurde mir das Lehren so zu sagen in die Wiege gelegt. Meine Oma war Lehrerin, meine Mama war Lehrerin und ich habe mich lange nicht entscheiden können, zwischen dem Studium in der Erwachsenen Bildung und der Internationalen BWL. Letztendlich war es die BWL, aber genau das gibt mir diesen betriebswirtschaftlichen Blick auf die Website und dein Geschäft.

Als Angestellte war ich immer im Vertrieb. Zuletzt verantwortlich für Prozess-Optimierung und Schulungen des globalen Vertriebsteams. Da bekomme ich oft die Rückmeldung, dass ich komplexe Sachverhalte einfach und anschaulich erkläre und es Spaß macht mit mir zu arbeiten.

Ein paar Schulungen und Kurse später habe ich auch das Handwerk hinter der Website Erstellung vertieft und ausgefeilt, mehrere Website-Projekte als als technischer Support begleitet und auch selber komplette Unternehmens-Websites erstellt.

War der Preis zu hoch?

Nein.

Überlege mal, was du bekommst und was genau das für dich und dein Geschäft bedeutet eine durchdachte und schöne Website zu haben? Wie viel Zeit verbringst du mit diesem Thema? Wie viel Nerven hast du schon verloren, weil du nicht vom Fleck kommst? Was wäre, wenn du diese Website schon hättest? Oder wenn deine Website dir endlich helfen würde, zu verkaufen, statt einfach nur da zu sein? Wie viel kannst du verdienen, wenn du mit deinen Kunden arbeitest, statt dich planlos durch dieses Website-Projekt durchzukämpfen?

Fakt ist, dass du um das Thema Website nicht drum rum kommst, wenn du ein Geschäft hast oder planst. Dass du dafür investieren musst, sollte eigentlich auch klar sein. Die Frage ist nur wie viel Zeit und wie viel Geld du investieren willst. Ohne geht’s nicht.

Und ich habe hier eine Lösung herausgearbeitet, die dir hilft schneller zu einem besseren Ergebnis zu kommen, als wenn du es alleine versuchen würdest und sogar noch den Weg dahin zu genießen. Es ist die passende Lösung für dich, wenn du keine Zeit verschwenden willst, mit den ewigen Fragen, was kommt eigentlich auf die Website? Wie mache ich sie hilfreich für mich und für meine Besucher? Und wenn du (noch) nicht alles, was deine Website angeht, abgeben kannst oder willst.

Wenn jemandem der Preis zu hoch erscheint, dann ist es einfach (noch) nicht die passende Lösung. Dann kann der- oder diejenige den Wert dahinter noch nicht erkennen. Und das ist auch okay.

Warum habe sich dann so wenige Leute gemeldet?

Also, wenn du das gerade ließt und was dazu sagen willst, bitte nur her damit! Ich bin super dankbar für ungeschöntes, ehrliches Feedback!

Nach den Gesprächen mit Beteiligten und Interessentinnen, habe ich verstanden, dass ich

  1. den Launch besser vorbereiten sollte. Dass ich viel früher mit der Werbung anfange, damit die Leute genug Vorlauf haben sich die Zeiten frei zu schaufeln. Ist ja immerhin live und geht über ein paar Wochen. Das will geplant werden. Und die Kalender sind bei vielen oft schon Wochen im Voraus belegt.

  2. die Zielgruppe besser herausarbeiten sollte und die Verkaufsseite daraufhin optimieren. Es sollten bei den Lesern keine Zweifel und keine Fragen mehr offen bleiben, was sie am Ende davon haben. Und darüber schriftlich zu reflektieren hilft mir gerade ungemein zu sehen, dass das wirklich so ist. Wer genau ist das, der von dieser Lösung maximal profitiert? Das wird mein Fokus in der Kommunikation bei der nächsten Runde.

Ja genau, du hast das richtig gelesen.. Ich werde das wieder versuchen. Ich bin nämlich mehr denn je motiviert herauszufinden, wie ich es zum Fliegen bringe. Weil ich weiß, dass es Menschen gibt, die genau an diesem Punkt stehen und mit diesem Programm eine Lösung haben, die wiederum ihre Projekte zu fliegen bringen kann. Ich kann’s kaum erwarten, diese Menschen kennen zu lernen und mit ihnen an ihren Websites zu arbeiten :-)

Chimpify Websites

Bisher war ja Squarespace meine einzige Plattform zum Bauen von Websites. Aber dieses Jahr habe ich Chimpify für mich wiederentdeckt. Ich hatte mit Chimpify schon mal in 2019 eine Website gebaut für mein Handlettering (ja, das mach ich gelegentlich auch noch und nein, die Seite ist gerade nicht mehr online).

Auf meiner Portfolio-Seite siehst du eine Website, die ich mit Chimpify umgesetzt habe. Und ich muss echt sagen, jetzt bin ich immer am Schwanken zwischen den beiden, wenn ein neues Projekt ansteht.

  • Wieso hab ich das gemacht?

Der Grund warum ich angefangen habe mich nach einer anderen Plattform umzuschauen, ist eigentlich der Datenschutz. Ufff…das ist ein Thema, das irgendwie bei allen gleich rollende Augen verursacht. Ja, es geht mir genauso, trotzdem find ich’s wichtig. Und ich versuche diesbezüglich auf dem Laufenden zu bleiben, auch wenn es nicht immer so einfach ist. Ich will da jetzt gar nicht weiter ausholen.

Mir ging’s drum einen deutschen Anbieter zu finden, der mir aber von der Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Erweiterungen, ähnliche Möglichkeiten bietet wie Squarespace und auch als eine würdige Alternative zu WordPress bestehen kann.

Weil ich Chimpify schon vorher kannte, war es ja naheliegend, mir die Plattform nochmal genauer anzuschauen. Damals fand ich alles zu technisch und nicht wirklich benutzerfreundlich. Aber der Support war mir sehr behilflich und ich konnte einfach an meiner Website weiterarbeiten, weil mir bei Fragen schnell geholfen wurde. Entweder per Mail, im Chat oder auch im umfangreichen Help Center, wo verschiede Funktionen anschaulich und detailliert erklärt werden. Das fand ich damals schon toll.

Deshalb habe ich also bei der nächsten Anfrage meiner Kundin auch Chimpify vorgestellt und sie hat sich eben dafür entschieden. Weil ich an konkreten Projekten am besten lerne, war das für mich eine perfekte Gelegenheit, die Plattform ausführlich zu testen. Bei der Gelegenheit habe ich den Kurs von Jan Schulze-Siebert gebucht*, um schneller das System zu verstehen. Er betreibt die einzige Agentur, die sich auf Chimpify Websites spezialisiert hat und ist für mich außer den Gründern von Chimpify, die Go-To-Person, wenn’s um Chimpify geht. (*das ist ein Affiliate-Link, das heißt ich bekomme von Jan einen Anteil, wenn du über diesen Link Jan’s Kurs buchst, das kostet für dich nicht mehr und wie gesagt, ich habe den Kurs selbst gekauft und würde ihn ohnehin empfehlen.)

  • Was war gut? Was könnte besser sein?

Zu diesen Fragen würde ich gerne einen separaten Artikel schreiben, weil ich glaube, dass ein ausführlicher Review oder sogar ein Vergleich mit Squarespace sehr hilfreich wäre. Insbesondere für Leute, die eine WordPress Alternative suchen, könnte das eine gute Info-Quelle sein, um eine Entscheidung treffen zu können.

Der Bericht wird natürlich hier verlinkt, sobald er steht.

  • Will ich das nochmal machen?

Definitiv werde ich weiterhin Websites mit Chimpify bauen. Und ich überlege auch meine eigene Website zu Chimpify umzuziehen. Aber auch das ist eine neue Geschichte, für die es sicherlich einen eigenen Artikel geben wird.

Nebenberufliche Selbstständigkeit

Sag mal, wie hast du eigentlich gegründet? Das finde ich mega interessant und freue mich sehr, wenn du mir deine Geschichte erzählen magst. Schreibe mir dazu gerne eine Mail.

Mich hat dieses Thema im vergangenen halben Jahr sehr beschäftig. Es verfolgt mich eigentlich regelmäßig, nämlich immer dann, wenn ich gerade nicht an und in meinem Unternehmen arbeite, sondern in dem anderen Job.

  • Warum mache ich das?

Es sind zum einen natürlich sehr vernünftige (oder verkopfte) Gründe, wie:

  • regelmäßiges Einkommen,

  • Sicherheit im Sinne von “ich-kenne-meinen-Job-und-bin-gut-darin” und auch

  • die Tatsache, dass der Kindergarten bezuschusst wird, genauso wie die Rente

  • ich bin krankenversichert und über mich die Kinder

  • das andere Geschäft (Die mobile Pizzeria Troppo Buono) läuft auf meinen Mann und es wäre doch verrückt, komplett in die Selbstständigkeit zu gehen, stimmt’s?

  • …und so ähnlich

Ja, so sind sie. Diese typischen Gedanken rund um den “sicheren” Job. Der auf einmal doch nicht mehr so sicher erschien, als wegen der schlimmen Lage mit Corona ca. 30% der Leute gehen mussten. (Corona hat übrigens auch ihren Teil dazu beigetragen, dass ich mich überhaupt mit den Websites selbständig gemacht habe. Im meinem Jahresrückblick 2020 habe ich darüber geschrieben.)

Jedenfalls habe ich beim genauem Hinschauen gemerkt, dass es noch andere Gründe gibt. Zum Beispiel gefällt es mir, dass ich als Kollegin geschätzt werde, weil ich mittlerweile eine große Expertise in meinem Bereich habe. Kolleg:innen und Vorgesetzte zählen auf mich. Meine Meinung und meine Einschätzung zählt. Ich werde für Projekte vorgeschlagen. Ich bin auch sehr frei in der Arbeit an sich. Ich kann meinen Tag selbst einteilen, mache meistens Dinge, die ich gut kann und die mir wirklich Spaß machen (dazu zählen insbesondere die Schulungen von Mitarbeitern) und seit Corona bin ich sogar räumlich flexibel, weil ich auch im Homeoffice arbeiten kann. Innerhalb der Firma bin ich über Abteilungen, Standorte und Hierarchien hinweg sehr gut vernetzt. Das sind alles Gründe FÜR den Job.

  • Will ich das weiterhin machen?

So da bin ich jetzt. Zwiegespalten und unentschlossen. Weil meine Energie gespalten ist. Ich sage oft, ich lebe 4 verschiedene Leben :-) Ich hab’s mir so ausgesucht, ich weiß. Ist ja auch keine Beschwerde. Ich reflektiere laut…

Ich wünsche mir oft nicht mehr “nur” nebenberuflich selbstständig zu sein, sondern ganz. Dafür habe ich mir ausgerechnet, was mein Unternehmen einbringen muss, damit es den Job ablösen kann. Gleichzeitig geht der Aufbau des Unternehmens natürlich super langsam voran, wenn ich statt 20-30 Stunden, nur 5 oder vielleicht mal 10 Stunden daran arbeite.
Weil ich einfach nicht mehr Stunden zur Verfügung habe.
Neben den anderen 3 Leben (Job, Familie, Pizzeria).

Und es war ja auch nur so gedacht. Dass die Selbstständigkeit einfach mal nebenher läuft und ein bisschen nebenher Geld rein kommt und das war’s. Aber ich bin nicht so gestrickt. Wenn ich was mache, will ich es recht machen. Das gilt für die einzelnen Projekte, aber auch für das große Thema Selbstständigkeit. Wenn ich ganz, ganz ehrlich bin, ist es sogar noch größer, als die Selbstständigkeit. Die Vision in meinem Kopf ist viel größer. Die Vision ist wunderschön. Aber ich traue mich noch nicht, laut darüber nachzudenken. Daher belasse ich es jetzt hier dabei.

Und mache bis Ende des Jahres so weiter. Teste mich aus und lerne. Hat ja auch was für sich, nicht unter Druck zu sein. Langsam zu wachsen. Langsam zu lernen. Den Weg zu genießen.



Ausblick: Diese Dinge stehen im zweiten Halbjahr auf dem Plan

  • Drei neue Websites - und 2 weitere in der Anfragephase, wobei ich gar nicht weiß, ob ich alles tatsächlich dieses Jahr noch unterkriege.

  • Workshop Serie überarbeiten und wieder anbieten. Ziel: mindestens 10 Teilnehmer:innen, die genau das brauchen, was ich zu geben habe. Ich wünsche mir, dass sie eine außergewöhnlich schöne Erfahrung haben, unsere Zusammenarbeit wertschätzen und von ihr profitieren und dass sie für sich eine wunderschöne Website gestalten können, die ihnen hilft, geschäftlich und persönlich zu wachsen.

  • Ein Workbook erstellen, damit ich auch ein kleines Tool im Portfolio habe, mit dem es einfach ist und Spaß macht, die eigene Website zu planen.

  • Plan für den Relaunch meiner eigenen Website erstellen.

  • Einen Jahresrückblick 2021 schreiben, weil’s einfach gut tut und mich wieder auf Kurs bringt :-)


Das war’s! Reicht auch, oder?

Schreibe mir, welche AHA Momente du beim Lesen hattest und was bei dir für die kommenden 6 Monate ansteht.

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Was darf auf deiner Website nicht fehlen, damit sie deine Leistungen verkauft