Mein Jahresmotto für 2022 und wie du deins findest.

 

Das ist ein kurzer Post.

Aber ein wichtiger.

Für mich.

Denn ich habe in den letzten zwei Jahren erlebt und gespürt, was so ein Jahresmotto bewirkt und will das wieder haben.

Und für dich.

Denn heute teile ich mit dir meine halb systematische und halb emotionale Herangehensweise.

Aber zuerst das Warum Wofür?


Was bringt ein Jahresmotto in der Selbstständigkeit?

1. Wir haben einen Kompass

Ein Jahresmotto oder ein Leitwort ist ein Kompass. Es hilft dir dich auszurichten. In die richtige Richtung zu gehen.

Höhen und Tiefen kommen ganz sicher. Umwege sind unvermeidbar. Zukunft ist unvorhersehbar.

Aber all das hindert den Kompass nicht in die richtige Richtung zu zeigen.

Letztes Jahr war Freiheit mein Motto.

Es hat mir öfter auf die Schulter geklopft.

🤌 “Ou! Das ist nicht Freiheit, was du da grad treibst!”

“Ach stimmt ja!”, dachte ich dann. “Was war nochmal Freiheit?”

Wald = Freiheit
Bewegung = Freiheit
Gesundheit = Freiheit
Pausen = Freiheit
Innen ist Freiheit

Die Aufgaben wurden zu viele? Ich habe die Wahl. Ich bin frei zu entscheiden, was weg darf und was belieben darf. Social Media wurde zu nervig? Ich hab freiwillig den Stecker gezogen und gut ist.

2. Wir haben die richtige Motivation

Ein Motto ist locker und ungezwungen. Es ist kein Regelwerk und keine To Do Liste, die dir über den Kopf wächst. Es ist flexibel. Du kannst das in allen möglichen Bereichen anwenden und dich immer dann, wenn du stecken bleibst, fragen “Wie würde ich das mit meinem Motto lösen?” Und die Ideen sprudeln. Motivation entfacht.

In 2020 war mein Motto “Progress not Perfection”. Und es hat mich nicht nur in der Selbstständigkeit, sondern auch im privaten Leben so oft motiviert! Ich habe so viele Dinge erledigt bekommen, weil ich mich endlich (!) davon verabschiedet habe, alles bis ins kleinste Detail perfekt haben zu wollen.

Und dieses Vorankommen motiviert wieder weiter zu gehen, neue Projekte anzufangen und sie auch fertig zu machen.

Ist das nicht cool? Und so simpel.

 
 
 
Katja Scalia im Büro. Hinter ihr an der Wand hängt ein Schild mit ihrem Jahresmotto 2020: Progress not Perfection
 

3. Wir haben einen tollen Aufhänger in Gesprächen mit Kund:innen und Kooperationspartner:innen.

Wenn du öffentlich über dein Motto sprichst oder es zeigt, ergeben sich oft inspirierende Gespräche. Diese Gespräche zahlen auf das Vertrauens- und Verbindungskonto deiner Marke ein.

Ich habe mein Jahresmotto von 2020 hinter mir im Büro aufgehängt. So sehe ich es dauernd, wenn ich in Zoom Meetings bin (was in den vergangenen zwei Jahren sehr oft vorgekommen ist).

Und die Menschen mit denen ich rede sehen es! Wie viele tolle Gespräche sich daraus ergeben haben, die dann neue Ideen und weiteren Fortschritt angekurbelt haben, kann ich gar nicht zählen.

 

 

Das Wofür hätten wir geklärt.

Jetzt schauen wir uns an, wie ich mich den Jahresmotto nähere.

Und das ist der “halb-systematische-halb-emotionale-Ansatz” von dem ich vorher gesprochen habe.

Was soll denn das heißen, fragst du dich?

Naja, ich finde, dass das alles nach Gefühl und einfach sein darf. Du musst dich hier nicht verkünsteln und hinterdenken. In 2021 war mein Leitwort einfach schon in meinem Kopf. Ohne, dass ich mich systematisch dahin arbeiten musste.

Aber wenn es nicht so offensichtlich ist, wie bei mir dieses Jahr, kannst du mein “System” dafür verwenden.

Klingt gut?

Dann lass uns loslegen.

Wie kommst du zu deinem Jahresmotto?

Ich habe lang über mein Jahresmotto für 2022 nachgedacht. Viel zu lang für meinen Geschmack.

Deshalb habe ich mich hingesetzt und angefangen zu schreiben.

Schreiben hilft übrigens gegen alle möglichen Blockaden. Das als Tipp am Rande.

Back to story…

Aus meinen wirren Notizen und Textfetzen haben sich zwei Schritte herauskristallisiert:

Numero Uno:

Überlege, was dir im letzten Jahr besonders schwer gefallen ist, was dir gefehlt hat, was zu viel war oder was du unbedingt besser machen / erreichen / verstärken willst.

Am besten schreibst du es auf (siehe Tipp am Rande). Ein Jahresrückblick eignet sich natürlich hervorragend dafür ;-) 

Brauchst du ein Beispiel?

Hier ist mein Gehirnsturm dazu…

was war schwer:

  • bei manchen neuen Projekten meine Preise zu nennen

  • alle meine vier Leben am Laufen zu halten und so richtig strebermäßig hervorragend in allem sein

  • dauernd auf Social Media zu posten

was hat mir gefehlt:

  • Fokus

  • Zeit für meine Selbstständigkeit

  • Zeit zum Schreiben

was will ich unbedingt besser machen:

  • Geschäftliches geschäftlich behandeln

  • eliminieren, delegieren, vereinfachen

  • weniger “Verschiedenes” machen, meine Energie auf das Wesentliche konzentrieren, statt sie zu streuen

  • Content Design

  • Fokus auf E-Mail-Liste

  • Regelmäßigkeit üben - im Schreiben, im Sport, in Einkommensgenerierung

Numero Due:

Schaue dir die Liste an. Was wiederholt sich? Welches Thema kommt in unterschiedlichen Facetten daher? Fallen dir spontan Sprüche, Zitate oder Wörter ein, die den Großteil unter einen Hut bringen?

In meinem oberen Beispiel ist das Thema “Fokus” ganz prominent. Es kommt in jeder der drei Listen vor.

An dieser Stelle lass ich auch das Gefühl dazu und schaue, ob sich das Leitwort für mich insgesamt gut anfühlt.

Kann ich mich davon leiten lassen? Glaube ich dran, dass es mich unterstützt, Entscheidungen zu treffen, Projekte zu Ende zu bringen und mehr Freude zu empfinden?

Et voilà!

Mein neues Motto ist geboren ;-)

FOKUS!

That’s it.

Und nu?

Wie arbeitest du mit deinem Jahresmotto?

Damit es seine Kraft entfalten kann, will es benutzt werden, präsent sein. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber hier sind schon mal meine Ideen dazu:

  • Verwende es als Bildschirmschoner

  • Schreibe einen Blogpost darüber. Schau mal wie meine Blog-Buddies Julia Romanova und Svenja Lehmann das machen.

  • Erwähne es in deinen Social Media Posts

  • Mache eine Story darüber, wie du dazu gekommen bist (und erwähne mich gerne, wenn dir meine Anleitung dabei geholfen hat ;-) )

  • Gestalte eine DINA 4 Seite mit deinem Motto, rahme es ein und hänge es auf, wo du es oft siehst

  • Gestalte eine Seite damit in deinem Notizbuch oder Kalender

  • Oder wie wär’s mit einem T-shirt oder einem Kaffeebecher mit dem Motto drauf?

Und jetzt bist du an der Reihe! Hast du ein Motto oder ein Leitwort für 2022? Teile es mit mir in den Kommentaren.

 

 
 
 



 
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