Einfache Antwort: sie kostet Zeit und Geld.
Wie viel Zeit das kostet, hängt erst mal davon ab, wie gut du dein Business, deine Angebote und deine Kund:innen kennst.
Beim Thema Geld will ich etwas differenzierter da dran gehen und deshalb stelle ich dir gleich ein paar Fragen. Beantworte dir diese Fragen und du kommst schon ein großes Stück näher zu einen Ergebnis, das in deinem Fall am ehesten Sinn macht.
Das ist ein bisschen so wie mit dem richtigen Auto. Wenn du ständig 3 Kinder mit Hund und Kegel zum Fußball und Flötenunterricht kutschierst, macht es wenig Sinn sich einen schicken Zweisitzer mit cremefarbenen Lederbezügen anzuschaffen.
Du darfst dir also erst mal klar werden, was du eigentlich brauchst und dann schauen, wie du innerhalb dieser Bedürfnisse/Anforderungen die passenden Alternativen vergleichen kannst.
Un deshalb kommt hier schon die erste und wichtigste Frage:
Was soll deine Website genau für dich tun?
Jetzt sagen viele:
Ich will im Internet gefunden werden.
Das ist auch richtig so. Heutzutage fragen die Menschen oft Onkel Google um Rat, egal was für ein Problem sie haben. Und was die Menschen dann finden, sind Websites von Anbietern, die solche Probleme lösen können.
Deshalb ist das ein sehr wichtiger Punkt, aber (!) das ist eine Frage der Suchmaschinen Optimierung. Und das wollen wir uns definitiv als einen separaten Punkt anschauen. An dieser Stelle ist es noch zu früh.
Was ich auch oft höre:
Ich will online sichtbar werden.
Auch das ist richtig und wichtig. Nur ist es eigentlich selten die Website als solche, die uns online Sichtbarkeit verschafft, sondern eher das Marketing auf verschiedenen online und offline Kanälen. Die Website ist klar ein Teil der Marketing Strategie, aber sie ist nicht DAS Marketing.
Genau deshalb wollen wir die Website als einen Baustein im Gesamtkonzept deines Geschäfts betrachten.
Und jetzt kommt noch mal die Frage: was genau soll die Website denn tun? Welchen konkreten Schritt soll dein:e Kund:in auf der Website tun, damit es tatsächlich zum Kauf kommt?
Damit das ein bisschen konkreter und plakativer wird, hier ein Beispiel:
Beim Online Shop, wo es ein physisches Produkt zu kaufen gibt, ist der wichtigste Schritt auf der Website: Ware in den Warenkorb legen und den Bezahl-Vorgang abschließen. Je weniger Hürden auf dem Weg dorthin, desto eher kommt es zur Transaktion.
Anderes Beispiel:
Wenn du Catering für eine private Feier suchst, fängst du eine gewisse Zeit vor der Veranstaltung an die Konditionen bei verschiedenen Anbietern zu erfragen. Das bedeutet, dass es für Catering Anbieter angebracht ist, über ein Kontaktformular die notwendigen Rahmenbedingungen zu erfragen (Datum, Ort, Anzahl der Gäste, Uhrzeit,…), um ein aussagekräftiges Angebot zu schicken. Das ist der wichtigste Schritt auf der Website. Die Transaktion an sich findet dann z.B. per E-Mail statt. Aber die potentiellen Kund:innen müssen auf der Website so geführt werden, dass sie das Anfrageformular ausfüllen.
Noch ein Beispiel:
Wenn du ein Coaching, Therapie oder Beratung anbietest, ist meist ein unverbindliches Info-Gespräch angebracht, um sich gegenseitig zu beschnuppern. Das heißt deine Website sollte vor allem anderen darauf ausgerichtet sein, Besucher:innen den Weg zur Terminvereinbarung zu ebnen.
Wenn du diese Frage für dich analysiert und beantwortet hast, weißt du (bzw. dein:e Designer:in/ Entwickler:in) was deine Website technisch können muss. Und du kannst auch besser einschätzen, ob du die Technik selbst beherrschst oder lernen magst oder ob du das lieber abgibst.
Okay. Spätestens jetzt solltest du Stift und Papier auspacken und ein paar Gedanken notieren. Genau hol mal was zum Schreiben.
Stelle einen Timer auf 5 Minuten und notiere was du mit deiner Website vorhast.
…ich warte solang.
Ready?
Dann geht’s weiter mit der nächsten Frage:
Hast du bereits eine Website? Und wenn ja, was gefällt dir daran nicht?
Das Aussehen
Sind es die Farben, Schriften oder Bilder die dir nicht (mehr) gefallen? Was genau stört dich?
Die Wirkung
Eine Seite kann modern, nostalgisch oder altbacken wirken, kühl oder nahbar, bunt und verspielt oder ernst. Wie wirkt deine Seite? Was magst du daran und was stört dich oder gefällt dir gar nicht?
Das Nutzererlebnis
Hier sprechen wir vom benutzerfreundlichen Design. Das bedeutet, dass dein Nutzer in den Mittelpunkt gestellt wird und alles was es auf der Seite gibt oder eben nicht gibt aus seiner Perspektive betrachtet wird. Ist es einfach für den Nutzer durch deine Seite zu navigieren? Findet er leicht, was er sucht? Kann der Nutzer sich mit dem was er sieht und liest, identifizieren?
Der/Die aktuelle Designer:in
Das ist einfach eine ganz persönliche Sache und ist völlig subjektiv. Es gibt einfach Menschen mit denen alles irgendwie leicht von der Hand geht. Weil man halt zusammenpasst und sich ergänzt. Kein Drama hier. Wenn’s nicht leicht ist, liegt es oft daran, dass man nicht die gleichen Erwartungen hat, was die Kommunikation betrifft. Es kann helfen das offen anzusprechen und beiderseits die Erwartungen klar zu formulieren.
Das Hosting oder die Technik allgemein
Wenn der Kundenservice des aktuellen Hosting Anbieters nicht hilfreich ist oder das Hosting die Ladezeit der Website verlangsamt, sollte man sich nach einer Alternative umschauen.
Bestimmte Details
Dieser Abstand zwischen zwei Bildern der 1 Millimeter größer ist als der Abstand zwischen zwei Textzeilen. Das ist natürlich überspitzt gemeint, aber soll sinnbildlich für alle konkreten Änderungswünsche stehen :-)
Kannst du dein Business in einem Satz beschreiben?
Ich erlebe oft, dass das nicht der Fall ist. Viele holen dann weit aus und fangen an alles Mögliche aufzuzählen. Kommen nicht richtig auf den Punkt oder man versteht als Laie gar nicht worum’s geht.
Was hat das jetzt mit der Bestimmung der Kosten zu tun?
Naja - wenn du das noch nicht kannst, bedeutet das in der Regel einige extra Runden bei der Konzeption und den Entwürfen für die Website und auch mehr Revisionen und Änderungen. Das kostet natürlich Zeit und wenn das jemand für dich macht, auch mehr Geld.
Die nächste Frage kommt aus einer ähnlichen Ecke, aber macht es dir vielleicht einfacher, zu beschreiben, wo du gerade stehst und was jetzt wichtig ist.
Ist die Website für ein neues oder ein bereits etabliertes Business?
Diese Frage ist aus folgenden Gründen wichtig:
Ein bereits bestehendes Geschäft hat in der Regel bereits eine gewisse Präsenz online: Google My Business Profil, eine Website, Blog, Social Media Profile.
Du kennst wahrscheinlich deine Kund:innen schon ziemlich gut und weißt, was sie an dir schätzen.
Denke also drüber nach, was genau das für die neue Website bedeutet. Neues Branding? Einheitliche Markenidentität über alle Kanäle hinweg? Willst du auch deine Texten überarbeitet haben?Bei einem neuen Business, fängst du bei Null an. Das heißt, du wirst noch nicht zu 100% deine Inhalte parat haben. Deine Kommunikation kann sich am Anfang sehr häufig ändern, weil du erst nach und nach deine Kund:innen kennen und verstehen lernst.
Die Website wird zu einer Art Mini-Business-Plan, weil du deine Idee und deine Persönlichkeit auf eine Art präsentieren möchtest, die die richtigen Leute anspricht. In diesem Fall ist dein:e Webdesigner:in viel mehr in die Entstehung und die Strategie involviert. - Frage dich deshalb bei möglichen Kandidat:innen: Ist das jemand der meine Vision verstehen und lieben lernen kann?
Hast du bereits ein Logo und das Branding für dein Business?
Hier gibt es im Prinzip drei Szenarien:
Ja und das kann auf der Website genau so verwendet werden
Ja, aber es muss teilweise oder komplett umgestaltet werden
Nein
Und obwohl das Branding vor der Website kommt, möchte ich dich beruhigen. Wenn du noch nichts in der Richtung unternommen hast, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du das angehen kannst. Das will ich in einem separaten Artikel verarbeiten. Aber vor allem, wenn man gerade startet, ist das nicht der Schritt bei dem man sich zu lange aufhalten sollte.
Wenn dir klar ist, was du brauchst, kannst du auch gezielt danach fragen und ggf. auch alle Leistungen als Paket zusammen mit der Website bekommen. Aus eigener Erfahrung, plädiere ich hier für “Fortschritt statt Perfektion” - insbesondere am Anfang deines Business.
Folgende Themen sind für eine Website relevant - hast du sie auf dem Schirm?
Um die Website richtig zu planen, wirst du dich zu gegebener Zeit mit folgenden Punkte beschäftigen.
Jeden dieser Punkte kannst du selbst durchdenken und umsetzen oder Unterstützung unterschiedlicher Intensität an deine Seite holen.
Wenn du dir einen Schieberegler auf einer Skala vorstellst, wo links „Alles selber machen“ steht und rechst „Alles machen lassen“ - verändert sich das Verhältnis von Zeit und Geld, das du investierst.
Es ist etwas sehr individuelles und hängt von deinen Fähigkeiten und Vorlieben ab, was für dich am vernünftigsten ist.
Mache deshalb neben jedem Thema eine kurze Selbsteinschätzung in Bezug auf diese Fragen:
Kann ich das selber machen?
Will ich das selber machen?
Will ich lernen das selber zu machen, auch wenn ich’s noch nicht kann?
Wie kostbar ist gerade meine Zeit? Kann ich es mir leisten an Dingen zu arbeiten, die nicht zu meiner Kernkompetenz gehören?
Wie sieht mein realistisches Budget für dieses Projekt aus?
Hier also die einzelnen Themen:
Kunden
Wer sind sie? Warum interessieren sie sich für deine Lösungen? Warum wollen sie gerade mit dir zusammenarbeiten?
Angebot
Was sind deine Lösungen? Wie kannst du sie einfach und anschaulich beschreiben? Warum brauchen das die Menschen? Welchen Mehrwert/welche Ergebnisse lieferst du?
Fotos (bzw. Medien)
Fotos; Videos und grafische Elemente haben eine sehr starke Wirkung auf deiner Website. Je nach dem welches Gefühl du transportieren möchtest, kannst du das durch Bilder unterstreichen. Hochwertige Fotos von dir sind eine gute Investition. Sie schaffen Verbindung und stärken das Vertrauen. Außerdem sind sie nicht nur für die Website sondern für viele Marketingmaßnahmen, insbesondere auf Social Media sehr nützlich.
Texte
Texte sind sehr wichtig.
Für deine Besucher:innen und für die Suchmaschine.
Es lohnt sich in diesem Bereich immer ein Stück besser zu werden und sich weiterzubilden, denn als Selbstständige kommen wir um‘s Schreiben gar nicht rum.
Branding
Was macht dich und dein Business aus und wie kannst diese Werte visuell unterstreichen, durch Farben, Schriftarten, Logo, Muster.
Wie gesagt, mache ich dazu auf jeden Fall noch einen separaten Blogartikel, damit du ein paar einfache Tools und Tipps hast, die dich schnell vorwärts bringen und nicht die Welt kosten.
Eine lieb gemeinte Warnung: hänge dich bitte hier nicht zu lange auf, wenn du ganz am Anfang stehst. Das ist (noch) NICHT das, wofür dich deine Kunden buchen. Konzentriere dich eher darauf einen geilen Job zu machen, der deinen Kund:innen Ergebnisse bringt. Ein funktionierendes Branding braucht seine Zeit. Die Zeit kommt, wenn du ablieferst.
Marketing-Strategie
Wie willst du dich insgesamt aufstellen? Wie finden die Kunden zu dir? Wo konzentrierst du deine Aktivitäten?
Willst du Bloggen? auf Social Media aktiv sein? Videos oder ein Podcast produzieren? Ist E-Mail-Marketing ein Thema?
Brauchst du ein Portfolio, damit deine Interessent:innen einen Eindruck von deiner Arbeit gewinnen können? Wo präsentierst du es und mir welchen konkreten Ziel? Wie
Technik
Die Technik kostet auch Geld, deshalb solltest du dir mal notieren, was du an Tools nutzen möchtest. Hier sind die wichtigsten Basics:
geschäftliche E-Mail Adresse
Optional:
Terminbuchungstool
Mitgliederbereich
Zahlungsanbieter
Zoom
Canva
Workflow-Tools wie Asana, Zendesk oder Joinpoints
Buchhaltungssoftware
Fazit:
Eine funktionierende Website kostet Zeit und Geld.
Damit du dich richtig entscheiden kannst, wie viel Zeit und wie viel Geld du investieren solltest, kannst du anhand von den Fragen in diesem Artikel eine Selbsteinschätzung machen.
Und was konkrete Zahlen angeht, kann ich nur für mich sprechen. Wenn du mit mir an deinem Website Projekt arbeiten willst, hast du folgende Möglichkeiten:
Kostenlose Facebook-Gruppe mit Input und Frage-Tagen
Eine wachsende Ressourcen-Seite mit einem Blog für DIYer unter uns
PowerStunde, wenn du eine Strategie herausarbeiten willst oder ein technisches Training in Squarespace oder Chimpify möchtest. Hier bekommst du eine 1:1 Beratung und Training für deinen konkreten Fall und wirst mit einem Action-Plan und der Aufzeichnung unseres Zoom Calls ausgestattet. Schnell und lösungsorientiert.
Tech-Support auf Stundenbasis, wenn du viele verscheiden Herausforderungen hast und die Technik gerne abgeben möchtest. Dafür buchst du einfach ein kostenloses Vorgespräch, wir schauen, was ich für dich tun kann, ich mache eine Aufwandseinschätzung und dann arbeiten wir mit einem Stundenkontingent und mit konkreten Deadlines.
Website Werkstatt: Strategie und Inhalte für deine Website. Diese Kleingruppen-Workshops finden mehrmals im Jahr statt und helfen dir dein Website Projekt klar und strukturiert anzugehen. Die bisherigen Teilnehmenr:innen waren begeistert, von diesem Format: online, live, intensiv und strukturiert, so dass man wirklich in die Umsetzung kommt. Direkt da in den Workshops und es macht auch noch Spaß :-). Melde dich direkt bei mir für mehr Infos.
Komplettes Website-Projekt. Ich begleite und berate dich von da, wo du stehst bis zur Veröffentlichung deiner Website. Strategie, Gestaltung und technische Umsetzung (auf Squarespace oder Chimpify.) - das ist eine intensive und enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ich mache nur wenige solcher Projekte im Jahr, weil ich mir für 3 - 6 Wochen (je nach Umfang) nur für dich Zeit nehme. Dafür erwarte ich von dir auch ein volles Commitment und Bereitschaft, dieses Projekt in der vereinbarten Zeit durchzuziehen.
So jetzt ist aber Schluss mit dem Input. Oder fehlt dir noch was? Dann melde dich in den Kommentaren oder schreib mir ne Mail. Ich freue mich von dir zu hören.
Cheers!
Katja